Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ist Saharastaub auf dem Weg zu uns. Mit dem warmen Luftstrom aus Süd- und Westeuropa, der für den frühen Frühling sorgte, wird auch der feine Sand bis zu uns geweht. In Teilen Europas kommt es zum sogenannten Blutregen.
Saharastaub-Wolke kommt am Mittwoch an
Saharastaub ist extrem feiner Wüstenstaub, der in der Sahara von starken Winden aufgewirbelt wird und dann über Südwestströmungen (in zwei bis sieben Kilometer Höhe) bis nach Europa gelangt. In der Luft färbt er den Himmel gelb‑orange, lässt die Sonne nur milchig durchscheinen – und sorgt bei Regen für den typischen „Blutregen“, wenn der Staub mit den Tropfen zu Boden fällt.
Meteorologe Dr. Karsten Brandt von donnerwetter.de kündigte schon am Wochenende an, dass sich der Saharastaub wieder mal auf den Weg gemacht hätte. Am Mittwoch soll er in Deutschland ankommen und sich bis Freitag überall verteilen.
Aber: Bei uns wird es wahrscheinlich nicht zum sogenannten Blutregen kommen, berichtet weather.com. Dafür fehlt in der aktuellen Trockenphase einfach der Regen. Sehen werden wir den Staub aber trotzdem: durch spektakuläre Himmelsverfärbungen – gerade bei Sonnenauf- und untergängen. Der Himmel kann sich stark gelblich oder sogar rötlich verfärben.
Ohne Blutregen kommt Europa aber nicht davon. In Portugal, Spanien und Südfrankreich trifft der Saharastaub auf Regenwolken. Von Dienstag bis Freitag kann es zu Blutregen kommen, berichtet weather.com. Am Mittwoch sind solche Regenfälle für Mallorca vorhergesagt, am Donnerstag in Südfrankreich.

Nicht schön für Asthmatiker und Allergiker: Durch den Saharastaub wird sich auch die Luftqualität in Deutschland verschlechtern. Erst zum kommenden Wochenende soll sich der Staub wieder verzogen haben.
Klar ist auch: Durch die stabile Luftströmung aus Süd- und Westeuropa bleibt es bei uns in den nächsten Tagen sehr warm. Viel wärmer als für den März normal. Bei viel Sonnenschein geht es am Dienstag hoch auf 14 bis teilweise 19 Grad. „Das Vollfrühlingswetter geht also weiter“, sagt Dominik Jung von wetter.net. Die Vorschau für die nächsten Tage lesen Sie hier.


