Meteorologe Dominik Jung von wetter.net moderiert den Winter ab. Bis Mitte März sei ein Kaltlufteinbruch unwahrscheinlich. Es wird viel wärmer als normal. Er sagt: „Die erste Märzhälfte ist ganz klar auf Rekordkurs.“ Regnen solle es ebenfalls kaum.
März-Hitze: Es ist zehn Grad zu warm
Von 0 auf Frühling in wenigen Tagen. Noch vor einer Woche sagten viele Meteorologen einen erneuten Kälteeinbruch voraus. Den sieht Dominik Jung jetzt nicht mehr: „Ein Wintereinbruch ist weit und breit nicht in Sicht.“ Es bleibe deutlich zu warm. Nicht nur in Deutschland, West- und Mitteleuropa. Auch in Osteuropa werden die Temperaturen merklich über den Normalwerten für die aktuelle Jahreszeit liegen.
Der Meteorologe erklärt, dass wir am heutigen Montag Temperaturen messen werden, die etwa zehn Grad über den Werten liegen, die zu dieser Jahreszeit normal sind.
Die ungewöhnliche Wärme geht einher mit auffälliger Trockenheit. Die Situation sei über das Wochenende komplett gekippt. Das europäische Wettermodell CFS sagt jetzt einen extrem trockenen März voraus.
Es sei schon sehr ungewöhnlich, dass es so lange, so stabil, so warm und so trocken bleibt. In einem März. „Das Hoch scheint offenbar eine ganz schöne Ausdauer zu haben“, erklärt der Experte von wetter.net.
In Berlin wird es Mitte des Monats bis zu 12 Grad warm sein. Auch hier bleibt es viel zu trocken. „In Berlin gibt es frühestens in der zweiten Monatshälfte ein paar Niederschlagssignale“, erklärt der Meteorologe.
Viel Sonne und kaum Regen in den nächsten Tagen
Trocknet Deutschland wieder mal aus? Hier sind sich die Wetterexperten noch nicht so richtig einig. Nur das Wettermodell des Deutschen Wetterdienstes sieht für den Freitag Regen im Westen des Landes heraufziehen. Laut dieser Prognose wären zum Beispiel bis zu zwölf Liter im Norden von Rheinland-Pfalz möglich.
Laut amerikanischem Wettermodell aber bleiben weite Landesteile trocken, nur im Westen könnten minimale Niederschläge „reinsuppen“. Auch das britische und das kanadische Wettermodell sehen für Deutschland maximal etwas „Getröpfel“, wie Jung sagt.
So wird das Wetter bis zum Wochenende
Man sieht es beim Blick aus dem Fenster: Der Frühling ist wohl gekommen, um zu bleiben. Die Vögel zwitschern, die Sonne wärmt. Auch am heutigen Montag kommen weiter warme Luftmassen aus Südeuropa zu uns nach Deutschland geströmt. Mal ein paar dichtere Wolken, mal Sonnenschein. Am Nachmittag klettern die Temperaturen auf 12 bis 18 Grad, in Berlin und Brandenburg werden es 15 Grad.
In der Nacht zu Dienstag rauschen die Temperaturen noch mal runter. Auf minus 1 bis plus 6 Grad, im Osten bei 0 bis 1 Grad. Doch tagsüber ist die Wärme wieder da. Bei viel Sonnenschein geht es hoch auf 14 bis teilweise 19 Grad. „Das Vollfrühlingswetter geht also weiter“, sagt Dominik Jung. Das heißt aber auch: Pollenalarm! Zurzeit sind Erlen- und Haselpollen unterwegs.
Auch am Mittwoch bleibt uns das stabile Frühlingshoch erhalten. Mit Temperaturen von 12 bis 19 Grad. Etwas kühler (9 Grad) wird es nur an der Ostsee. Ähnlich am Donnerstag mit 10 bis 15 Grad in der Nordhälfte. Im Südwesten fühlt es sich mit bis zu 20 Grad schon nach Sommer an.

Der Freitag ist noch eine Überraschungstüte. Die einen Meteorologen sagen so, die anderen so. Laut amerikanischem GFS-Modell bleibt es trocken. Doch das Icon-Modell des Deutschen Wetterdienstes sieht vom Westen her Regen hereinziehen. Einig sind sich alle: Es bleibt mild. Bei 14 bis 18 Grad.
Das Wochenende bringt auch kaum Wetteränderung. Am Samstag ein paar mehr Wolken im Westen, bei 11 bis 19 Grad. „Am Sonntag gibt es schon wieder Sonne satt“, sagt Dominik Jung. Bei 13 bis 17 Grad.




