Wenn die Sonne mitspielt, kommt der erste frische Spargel aus Brandenburg in wenigen Wochen auf die Teller der Berliner. Die Bauern zwischen Beelitz, Kremmen und der Region Brandenburg hoffen auf einen milden Frühling, aber auch auf eine kaufbereite Kundschaft trotz zunächst hoher Preise.
Schon Ende März die erste Spargel-Ernte?
„Jeder Sonnentag ist ein gewonnener Tag“, sagte der Vorsitzende des Beelitzer Spargelvereins, Jürgen Jakobs. Tatsächlich entscheidet die Temperatur im Boden darüber, wann die begehrten Stangen gestochen werden können. Ab Ende März soll es losgehen, gerade rechtzeitig für das Ostergeschäft.
Wer zu Ostern Spargel essen will, muss allerdings zunächst tief in die Tasche greifen. In der ersten Aprilwoche werde das Kilo zwischen 12 und 15 Euro kosten, erwartet die Branche. Erst danach dürfte der Preis deutlich nachgeben.

Wer früh Spargel kauft, zahlt mehr
In der Hauptsaison, wenn die Felder auf Hochtouren laufen, könnte Spargel ab etwa 8 Euro pro Kilo auch im Handel liegen. Für viele Berliner heißt das: Wer sparen will, wartet ein paar Wochen. Wer früh genießen will, zahlt den Frühlingsaufschlag.
„Jetzt bringen wir den Spargel zum Wachsen“, verkündete Spargelbauer Malte Voigts aus Kremmen im Kreis Oberhavel via Instagram. „Ostern haben wir Spargel (..).“ Der Ostersonntag fällt in diesem Jahr auf den 5. April. Ein früher Termin, der die Preise traditionell nach oben treibt, weil die Mengen noch knapp sind.

Spargel-Bauern in Finanznot
Damit die Ernte pünktlich starten kann, liegen auf vielen Feldern bereits wieder schwarze und weiße Plastikfolien über den Dämmen. Sie wirken wie eine Fußbodenheizung für den Acker: Je nach Wetterlage wird Wärme gespeichert oder abgehalten, sodass die Bauern das Wachstum gezielt steuern können.
Rund um Beelitz liegt das größte Spargelanbaugebiet Brandenburgs. Doch die Branche schrumpft. Immer weniger Betriebe bauen das Edelgemüse an, die Fläche geht zurück. 2025 waren es etwa 3400 Hektar, rund 160 Hektar weniger als im Jahr davor. Auch die Erntemenge sank auf 18.700 Tonnen und blieb damit unter der Marke von 20.000 Tonnen.


