Erntesaison startet

Spargelstart in Brandenburg: So viel kostet das Kilo

Wenn das Wetter mitspielt, soll die Ernte in Brandenburg Ende März starten.

Author - Stefan Doerr
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Erste Spargelstangen sollen schon Ende März aus der Erde wachsen (Archivfoto).
Erste Spargelstangen sollen schon Ende März aus der Erde wachsen (Archivfoto).Jens Kalaene/dpa

Wenn die Sonne mitspielt, kommt der erste frische Spargel aus Brandenburg in wenigen Wochen auf die Teller der Berliner. Die Bauern zwischen Beelitz, Kremmen und der Region Brandenburg hoffen auf einen milden Frühling, aber auch auf eine kaufbereite Kundschaft trotz zunächst hoher Preise.

Schon Ende März die erste Spargel-Ernte?

„Jeder Sonnentag ist ein gewonnener Tag“, sagte der Vorsitzende des Beelitzer Spargelvereins, Jürgen Jakobs. Tatsächlich entscheidet die Temperatur im Boden darüber, wann die begehrten Stangen gestochen werden können. Ab Ende März soll es losgehen, gerade rechtzeitig für das Ostergeschäft.

Wer zu Ostern Spargel essen will, muss allerdings zunächst tief in die Tasche greifen. In der ersten Aprilwoche werde das Kilo zwischen 12 und 15 Euro kosten, erwartet die Branche. Erst danach dürfte der Preis deutlich nachgeben.

Spargelstangen sind vor allem in der Osterzeit noch sehr teuer.
Spargelstangen sind vor allem in der Osterzeit noch sehr teuer.Imago/Eberhard Thonfeld

Wer früh Spargel kauft, zahlt mehr

In der Hauptsaison, wenn die Felder auf Hochtouren laufen, könnte Spargel ab etwa 8 Euro pro Kilo auch im Handel liegen. Für viele Berliner heißt das: Wer sparen will, wartet ein paar Wochen. Wer früh genießen will, zahlt den Frühlingsaufschlag.

„Jetzt bringen wir den Spargel zum Wachsen“, verkündete Spargelbauer Malte Voigts aus Kremmen im Kreis Oberhavel via Instagram. „Ostern haben wir Spargel (..).“ Der Ostersonntag fällt in diesem Jahr auf den 5. April. Ein früher Termin, der die Preise traditionell nach oben treibt, weil die Mengen noch knapp sind.

Noch liegen die Spargelreihen unter wärmender Plastikfolie (Archivfoto).
Noch liegen die Spargelreihen unter wärmender Plastikfolie (Archivfoto).IMAGO/Robert Poorten

Spargel-Bauern in Finanznot

Damit die Ernte pünktlich starten kann, liegen auf vielen Feldern bereits wieder schwarze und weiße Plastikfolien über den Dämmen. Sie wirken wie eine Fußbodenheizung für den Acker: Je nach Wetterlage wird Wärme gespeichert oder abgehalten, sodass die Bauern das Wachstum gezielt steuern können.

Rund um Beelitz liegt das größte Spargelanbaugebiet Brandenburgs. Doch die Branche schrumpft. Immer weniger Betriebe bauen das Edelgemüse an, die Fläche geht zurück. 2025 waren es etwa 3400 Hektar, rund 160 Hektar weniger als im Jahr davor. Auch die Erntemenge sank auf 18.700 Tonnen und blieb damit unter der Marke von 20.000 Tonnen.

Ein Grund sind steigende Kosten, vor allem durch höhere Löhne für die Erntehelfer. Viele Betriebe arbeiten am Limit. Ein noch höherer Verkaufspreis sei laut Bauern kaum durchsetzbar, sonst springen die Kunden ab. Der Spargel-Anbau bleibt damit ein Balanceakt zwischen Tradition und Wirtschaftlichkeit.

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