Der erste frische Spargel aus Brandenburg könnte schon Ende März auf die Teller der Berliner kommen. Die Bauern zwischen Beelitz, Kremmen und der Region Brandenburg hoffen auf einen milden Frühling, aber auch auf eine kaufbereite Kundschaft trotz zunächst hoher Preise. Und die Sonne spielt mit. Zumindest bis Mitte März ist keine Kälte in Sicht.
Schon Ende März die erste Spargel-Ernte?
„Jeder Sonnentag ist ein gewonnener Tag“, sagte der Vorsitzende des Beelitzer Spargelvereins, Jürgen Jakobs. Tatsächlich entscheidet die Temperatur im Boden darüber, wann die begehrten Stangen gestochen werden können. Ab Ende März soll es losgehen, gerade rechtzeitig für das Ostergeschäft.
Im März gibt es auf jeden Fall Sonne satt. „Das Hoch scheint offenbar eine ganz schöne Ausdauer zu haben“, erklärt Meterologe Dominik Jung von wetter.net. In Berlin und Brandenburg, und damit auch in Beelitz, wird es Mitte des Monats bis zu 12 Grad warm sein.
Gute Spargel-News: Der März bleibt warm
Der nächste Wintereinbruch ist nicht in Sicht. „Ich sehe da bis Mitte März überhaupt nichts“, sagt der Wetterexperte. Das stabile Frühlingshoch bleibt uns also erhalten. In den nächsten 14 Tagen soll die Tagestemperatur nie unter 10 Grad sinken, meist sind es 15 Grad und mehr.
Wer schon Ende März oder Ostern (5. April) Spargel essen will, wird allerdings zunächst tief in die Tasche greifen müssen. In der ersten Aprilwoche werde das Kilo zwischen 12 und 15 Euro kosten, erwartet die Branche. Erst danach dürfte der Preis deutlich nachgeben.

Wer früh Spargel kauft, zahlt mehr
In der Hauptsaison, wenn die Felder auf Hochtouren laufen, könnte Spargel ab etwa 8 Euro pro Kilo auch im Handel liegen. Für viele Berliner heißt das: Wer sparen will, wartet ein paar Wochen. Wer früh genießen will, zahlt den Frühlingsaufschlag.
„Jetzt bringen wir den Spargel zum Wachsen“, verkündete Spargelbauer Malte Voigts aus Kremmen im Kreis Oberhavel via Instagram. „Ostern haben wir Spargel (..).“ Der Ostersonntag fällt in diesem Jahr auf den 5. April. Ein früher Termin, der die Preise traditionell nach oben treibt, weil die Mengen noch knapp sind.

Spargel-Bauern in Finanznot
Damit die Ernte pünktlich starten kann, liegen auf vielen Feldern bereits wieder schwarze und weiße Plastikfolien über den Dämmen. Sie wirken wie eine Fußbodenheizung für den Acker: Je nach Wetterlage wird Wärme gespeichert oder abgehalten, sodass die Bauern das Wachstum gezielt steuern können.
Rund um Beelitz liegt das größte Spargelanbaugebiet Brandenburgs. Doch die Branche schrumpft. Immer weniger Betriebe bauen das Edelgemüse an, die Fläche geht zurück. 2025 waren es etwa 3400 Hektar, rund 160 Hektar weniger als im Jahr davor. Auch die Erntemenge sank auf 18.700 Tonnen und blieb damit unter der Marke von 20.000 Tonnen.



