Wer nicht auf wechselhaftes Wetter steht, wird froh sein, wenn der April endlich vorbei ist. Denn noch immer stecken wir mittendrin im Wetter-Chaos. Am Freitag fielen wieder Schneeflöckchen, am Samstag gab’s dafür frühlingshafte Wärme. Und jetzt haut uns Orkan Tamina aus Richtung der Britischen Inseln die Luftmassen um die Ohren. Die Folge in den kommenden Tagen: Blutregen! Das fiese Wetterphänomen bekommen vor allem Autofahrer zu spüren. Und alle, die schon mit dem Frühjahresputz durch sind.
Blutregen macht den Putz-Erfolg wieder zunichte
Wetter wie am Wochenende lädt geradezu dazu ein, endlich mit dem Frühjahresputz zu beginnen. Und so wurden in vielen Haushalten in Deutschland schon Möbel und Fenster aufpoliert.
Bitter: Das Wetter macht der Freude über den klaren Blick nach draußen in einigen Regionen einen Strich durch die Rechnung. Grund: Blutregen! Das hässliche Wetterphänomen wird uns in den kommenden Tagen beehren.
„Die Wettermodelle lassen keinen eindeutigen Trend erkennen“, sagt Meteorologin Kathy Schrey in ihrem aktuellen Wetterbericht. Man könne aber ablesen, dass das Wetter kippt, von einem Extrem ins andere. Dafür zuständig ist auch Orkan Tamina, der bei den britischen Inseln liegt. „Das ist der hauptsächliche Wetterakteur – arbeitet aber zusammen mit Tiefdruckgebieten beziehungsweise mit einem Komplex. Das reicht von der Iberischen Halbinsel bis nach Marokko.“

Es strömen deshalb warme Luftmassen zu uns – und zwar direkt aus Richtung der Sahara. „Die Luft ist belastet oder angereichert mit Saharastaub“, sagt Schrey. Der Staub ist ungefährlich, erst in großen Mengen kann man laut Umweltbundesamt von einer Belastung für den Körper ausgehen. Aber: Nervig ist er!
Denn wenn danach der Regen kommt, wird der Staub aus der Atmosphäre ausgewaschen. „Ich ärgere mich auch, dass ich am Donnerstag mein Auto gewaschen habe“, sagt Schrey.
Fieses Wetter: Regen spült den Dreck aus der Atmosphäre
Denn der ganze Dreck aus der Atmosphäre kommt mit dem Regen runter. Der Blutregen soll laut Schrey alles ordentlich verdrecken. Die Regenfront, die dafür sorgt, kommt außerdem nur schleppend voran, hält ab Samstagabend eine Weile an.
Der Regen hat also mehr als genug Zeit, den Staub aus der Luft zu holen. Der einzige Vorteil, zumindest für die Menschen im Osten Deutschlands: Vor allem der Westen kriegt es ab. Ob es der Blutregen auch bis nach Ostdeutschland schafft, bleibt abzuwarten.
Nach einem schönen Samstag und dem Regen, der in der Nacht über Deutschland zieht, wird auch der Sonntag von wechselhaftem Wetter dominiert. Werte zwischen 1 und 14 Grad, dazu viele Wolken und Regen im Südosten: Die Meteorologin erwartet ein ganz anderes Wetter als am Samstag. Montag bleibt es mit Wolken, Regen und den gleichen Temperaturen unverändert, ein unschöner Start in die neue Woche. Am Dienstag dann im Westen die ersten klaren Episoden mit Sonne.


