Das nächste große Wetterdrama braut sich bereits über dem Pazifik zusammen und könnte schon bald auch Deutschland treffen. Die Anzeichen für ein starkes El-Niño-Phänomen verdichten sich nach Angaben der Weltwetterorganisation WMO immer mehr. Die Auswirkungen könnten bereits ab Mai spürbar werden und im August für eine echte Wetter-Überraschung sorgen!
El Niño wirbelt drei Monate lang das Wetter durcheinander
Die Warnsignale aus dem Pazifik werden immer deutlicher: Die Meeresoberflächen im äquatorialen Pazifik heizen sich rasant auf. Das ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich ein kräftiger El Niño zusammenbraut, meldet die WMO in Genf.
Und die Folgen könnten weltweit spürbar werden. Laut den Prognosen stehen die Chancen gut, dass die Temperaturen an Land in den kommenden drei Monaten weit über dem Durchschnitt liegen.

Während einige Regionen der Erde mit sintflutartigen Regenfällen rechnen müssen, drohen andernorts extreme Trockenheit und Hitzewellen. Auch Europa könnte nach Einschätzung von Experten in eine ungewöhnlich heiße und trockene Wetterphase rutschen.
Bisher wurde 2024 durch El Niño zum heißesten jemals gemessenen Jahr. Das Phänomen tritt alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert normalerweise zwischen neun und zwölf Monate.
Wie stark das Klimaphänomen El Niño diesmal zuschlägt, ist allerdings noch offen. Einige Meteorologen halten sogar einen Super‑El‑Niño für möglich, der den Pazifik erst aufheizt und dann die Hitze in wenigen Monaten bis nach Deutschland treibt. Wilfran Moufouma Okia, Chef der Klimavorhersage bei der WMO, hält dieses Szenario für denkbar.
In diesem Fall wären neue Hitzerekorde wahrscheinlich und gleichzeitig abrupte Unwetterlagen, weil mehr Energie in der Atmosphäre steckt.

El Niño bringt heißen Start in den Sommer
Zum Glück stehen die Chancen für einen Super‑El‑Niño nicht besonders hoch. Meteorologe Jan Schenk schätzt sie auf rund 25 Prozent. Und selbst wenn er kommt, spielt ein Super‑El‑Niño für den Sommer 2026 keine Rolle. „Das kommt, wenn überhaupt, erst zum Winter“, sagt Schenk im Wetter‑Talk mit Focus Online.
Bei den vergangenen drei Super-El-Niño-Ereignissen, zuletzt 2015/16, fielen die Wintermonate in Mitteleuropa überdurchschnittlich mild aus.
Einen heißen Sommer erwarten Wetter-Experten trotzdem. Das europäische Wettermodell ECMWF sieht in allen über 20 Modellläufen einen starken El Niño bis Mitte Juni. Einige Szenarien sprechen sogar vom stärksten Ereignis seit 140 Jahren.
Auch Jan Schenk erwartet einen heißen Start in den Sommer mit viel Sonne, hohen Temperaturen und immer wieder Gewitter-Unterbrechungen. Wer seinen Sommerurlaub in Deutschland plant, dem sind in den beiden Monaten Juni und Juli Sonne mit hohen Temperaturen sicher, örtlich womöglich sogar mit Werten nahe der 40-Grad-Marke.




