Die Temperaturen sind aktuell so mild, dass der herrliche Schnee innerhalb von Stunden restlos verschwunden ist – doch wer nun glaubt, dass es eine gute Idee ist, den Wintermantel in den Schrank zu hängen, der hat sich gewaltig geirrt. Denn: Die nächste Kältewelle steht laut aktueller Prognosen bevor!
Am Wochenende sollen die Werte noch im angenehmen Bereich bleiben, doch bald sollen die Temperaturen in den Keller rauschen. Gruselig: Wetter-Experte Dominik Jung von wetter.net warnt jetzt sogar vor dem „Biest aus dem Osten“. Was steckt dahinter?
Heftiger Kälteeinbruch droht uns Ende Januar
Die neuesten Berechnungen des GFS-Wettermodells bezeichnet Dominik Jung als „anstrengend“. „Wir sehen: Extrem kalte Höhenluftmassen würden nicht nur Osteuropa vollfluten, sondern uns auch in Mitteleuropa und in Deutschland gewaltig treffen.“ Bis zu minus 15 Grad sind laut der Berechnungen in 1500 Metern Höhe drin. „Das würde am Erdboden unten Dauerfrost bringen“. Die große Kälte aus dem Osten – Jung nennt sie das „Beast from the East“, das „Biest aus dem Osten“ – werde aktuell immer wieder berechnet.
Aber: Was würde das bedeuten? „Es wäre eher eine trockene Kälte, aber es wäre schon ordentliche Kälte mit leichtem bis mäßigem Dauerfrost am Tag und nachts zum Teil strengem Frost um minus 10 bis knapp minus 20 Grad. Allerdings gilt wie immer: Beim Wetter ist nichts in Stein gemeißelt. „Ob das wirklich so kommt, müssen wir noch abwarten – denn es ist schon ein bisschen nach hinten verschoben worden, mittlerweile in die letzte Januarwoche“, sagt Jung. „Das ist noch ein Stück hin, da gibt es noch einige Unsicherheiten.“

Auch die Ensembleprognosen sehen aber, dass die Temperaturen in der letzten Januarwoche in den Keller rutschen, während nur sehr wenig Niederschlag berechnet wird. „Wir müssen einfach noch abwarten, inwiefern der Dauerfrost zu uns kommt – oder eben auch nicht“, sagt Jung. Die Frage ist, ob es das Kältehoch aus Osteuropa wirklich bis nach Deutschland schafft – davon hängt ab, ob sich der Winter hierzulande noch einmal mit voller Wucht zeigt.
Kältewelle: Temperaturen könnten in den Keller rutschen
In den Nächten reicht es immerhin aktuell schon für etwas Glätte – zumindest regional. Der Freitag und das Wochenende bleiben grau, bei Temperaturen zwischen drei und neun Grad eher mild. Nur am Sonntag wird es frischer: „Da haben wir im Nordosten nur noch ein Grad, da ist nicht mehr viel mit großer Wärme anzufangen“, sagt Jung. Am Montag wird es ebenfalls frostig, vor allem im Osten und Nordosten. Ab und zu soll laut dem Wetter-Experten aber auch die Sonne scheinen.
Und wie sieht es in Berlin aus? Hier ging schon der Donnerstag rutschig los, denn in der Nacht rutschten die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, die Nässe leistete ihren Beitrag.




