Der erwartete Schneesturm „Elli“ hat die Meteorologen noch am Donnerstag zu dramatischen Aussagen veranlasst, nun soll es alles wohl doch nicht so schlimm sein. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt nach den ursprünglichen Unwetterwarnungen für Berlin und den Großteil Brandenburgs Entwarnung. Von den „schlimmsten Befürchtungen“ blieben Berlin und Brandenburg verschont, sagte ein Sprecher. Nur für den Landkreis Prignitz im äußersten Nordwesten bestehe die Warnung noch.
„Wir sehen keine Gefahr für Leib und Leben“, betonte der Sprecher. Am Nachmittag soll es dennoch leicht schneien, jedoch nicht in der zunächst vorhergesagten Intensität. Lediglich der Süden Brandenburgs soll wie angekündigt mehrere Zentimeter Neuschnee bekommen. Kalt werde es aber weiterhin bleiben. Bei teils starken Böen könne die gefühlte Temperatur bei -20 Grad liegen, erklärte der DWD-Sprecher.
Verkehr in Berlin läuft weitestgehend wie gewohnt
Entsprechend der entspannteren Wetterlage lief auch der öffentliche Nahverkehr weitestgehend wie gewohnt. Laut den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) waren Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen auf nahezu allen Linien im Einsatz. Demnach fuhren nur die Buslinie 218 sowie die Fähren 11 und 12 aufgrund des Wetters weiterhin nicht. Mit Verweis auf die Straßenverhältnisse teilte die BVG mit, dass es besonders bei Bussen zu Verspätungen kommen könnte.

Am frühen Morgen gab es laut Polizei auf den Straßen in Berlin und Brandenburg nur wenige Unfälle. In Brandenburg wurde demnach von Mitternacht bis 7 Uhr morgens nur eine einstellige Zahl Verkehrsunfälle gemeldet. Dies entspreche dem Durchschnitt der letzten Tage.
Normalbetrieb am Flughafen BER
Auch in Berlin war die Verkehrslage am frühen Morgen nach Angaben der Polizei ruhig. Doch der Berufsverkehr starte erst und man müsse auch die Wetterlage im Blick behalten, hieß es weiter.



