Wird der erwartete Schneesturm „Elli“ in Berlin und Brandenburg doch nicht so schlimm wie erwartet? Nach neuen Einschätzungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fällt der angekündigte starke Schneefall in der Hauptstadt und weiten Teilen Brandenburgs deutlich schwächer aus als zunächst befürchtet.
Vor allem in der Nordhälfte Brandenburgs und in Berlin werde nun erheblich weniger Schnee erwartet, sagte ein Sprecher des DWD. Die zuvor ausgegebene Unwetterwarnung vor starkem Schneefall ist für beide Regionen aufgehoben worden.
Weniger Neuschnee als erwartet
„Wir sehen keine Gefahr für Leib und Leben“, betonte der Sprecher. Zwar könne es am Nachmittag noch leicht schneien, die prognostizierten Mengen würden jedoch klar unter den ursprünglichen Erwartungen bleiben. Berlin und der Norden Brandenburgs könnten damit glimpflich davonkommen.
Der Wetterexperte Karsten Brandt vom Portal donnerwetter.de zum KURIER: „Ich erwarte nur fünf bis acht Zentimeter Neuschnee in Berlin. Auch der Wind wird mit nur 35 bis 40 Stundenkilometern nicht so stark werden.“ Ganz ausgestanden ist das Winterwetter dennoch nicht. Die Temperaturen bleiben eisig, und bei teils starken Böen kann die gefühlte Temperatur auf bis zu -20 Grad sinken. Deutlich winterlicher wird es dagegen im Süden Brandenburgs: Dort sollen wie angekündigt mehrere Zentimeter Neuschnee fallen.

Gefährliche Schneeverwehungen bleiben wohl aus
Doch das ist bei weitem nicht so viel, wie vor allem im Norden und Nordosten vorhergesagt wurde. Bei teils unwetterartigen Schneestürmen wurden Mengen von bis zu 20 Zentimetern und Schneeverwehungen erwartet. In Thüringen sorgte „Elli“ am Freitagmorgen bereits für kräftige Schneefälle. Auch in Sachsen und in Sachsen-Anhalt wird nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) schon am Vormittag mit viel Schnee gerechnet. Und schon am Donnerstag hatte der Wintereinbruch das Land im Griff.

„Elli“ wütet in Teilen Deutschlands
Es gab Zugausfälle im Fernverkehr der Deutschen Bahn, auch im Nahverkehr sowie auf Straßen gab es Behinderungen und zahlreiche Glätteunfälle. In Hamburg gab es Ausfälle und Beeinträchtigungen bei den S- und U-Bahnen sowie im Busverkehr. Auch Strecken im Regionalverkehr der Bahn in Schleswig-Holstein und Niedersachsen waren teils betroffen.
Im Straßenverkehr gab es zahlreiche Unfälle mit teilweise tödlichem Ausgang. Bei Gehrde in Niedersachsen starb am Donnerstagmorgen ein Autofahrer, als er nach Polizeiangaben auf einer glatten Bundesstraße die Kontrolle über seinen Wagen verlor und gegen einen Baum prallte. In Baden-Württemberg starb ein 86-Jähriger, nachdem er am Mittwoch in Villingendorf von einem abbiegenden Streufahrzeug erfasst worden war.





