Berlin-Aufgrund des angekündigten Wintersturms „Elli“ haben Tierpark und Zoo am Freitag geschlossen. Doch wer jetzt denkt, dass die Vierbeiner sich von Schnee und Eis gestört fühlen, täuscht sich! Vielmehr genießen die Tiere die Abwechslung.
Elefanten, Bären und Co. lieben den Schnee!
Viele Berliner Tierliebhaber fragen sich bei den winterlichen Temperaturen bestimmt, wie gut die Zoobewohner mit der Kälte zurechtkommen. Die Antwort: „Die meisten Tiere im Tierpark und Zoo halten weder Winterschlaf noch Winterruhe oder Winterstarre. Stattdessen bleiben viele Arten auch im Winter aktiv, vorausgesetzt, sie sind an kühlere Temperaturen angepasst“, erklärt ein Pressesprecher.

„Im Zoo Berlin erkunden viele Tiere ihre verschneiten Anlagen momentan mit großer Neugier.“ Besonders deutlich werde das bei den Panda-Zwillingen Leni und Lotti, die den Schnee in diesem Winter erstmals bewusst erleben. „Ihr ausgelassenes Toben im Schnee zeigt, wie anregend die winterliche Umgebung für sie ist.“ Große Pandas leben im natürlichen Lebensraum in großer Höhe, wo Schnee im Winter häufig die Landschaft prägt.

Sogar die Elefanten, die ja von Natur aus nicht dafür gemacht sind, „zeigen großes Interesse am Schnee“. Die Dickhäuter dürfen bei niedrigen Temperaturen aber nur zeitweise die Außenanlage nutzen, um eine zu lange Kälteexposition zu vermeiden. Die Braunbären im Zoo Berlin halten, anders als viele vermuten würden, ebenfalls keine Winterruhe. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass es das ganze Jahr über ausreichend Futter gibt.
Wintereinbruch in Berlin: Kein Problem für die Tiere
Und wie sieht es im Tierpark Berlin aus? Kältetolerante Arten wie Eisbären, Elche und Co. seien ganzjährig draußen zu beobachten. „Ein besonderes Winterhighlight ist die Himalaja-Gebirgswelt im Tierpark mit Roten Pandas, Takinen und Schneeleoparden.“

„Ein eindrucksvolles Bild bietet sich derzeit auch bei den Kiangs: Inmitten der weiten, schneebedeckten Landschaft heben sich die Tiere wirkungsvoll vom weißen Hintergrund ab.“ Auch die Przewalski-Pferde und die Kulane könne man oft ausgelassen im Schnee galoppieren sehen. „Dichteres Winterfell oder isolierende Fettschichten sorgen bei ihnen dafür, dass sie die Minusgrade nicht nur gut verkraften, sondern sogar genießen.“

Übrigens: Wenn Zoo und Tierpark ab Samstag wieder öffnen, dürfen Berliner ruhig mit Schlitten in die Anlagen kommen! „Die Gäste werden aber gebeten, auf den Wegen zu bleiben und ihn nur als Fortbewegungsmittel wie einen Bollerwagen zu nutzen“, erklärt der Pressesprecher. Einem Winterbesuch steht also nichts im Weg!


