Polarluft kommt

Eiseskälte im Anmarsch – Warum uns ein Winterhammer der Extreme bevorsteht

Eisige Polarluft, Schneefront und bis zu –20 Grad: Deutschland droht ein eiskalter Februar. Besonders betroffen: der Osten Deutschlands.

Author - Stefan Henseke
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Schnee, Schneeregen und Kälte erwarten uns laut Wetterprognose auch in den nächsten 14 Tagen.
Schnee, Schneeregen und Kälte erwarten uns laut Wetterprognose auch in den nächsten 14 Tagen.Hanno Bode/imago

Der Winter hat uns fest im Griff, von Klimaerwärmung ist gerade keine Spur zu sehen. Jedenfalls bei uns. Der deutsche Winter legt jetzt sogar noch mal eine härtere Gangart ein. Für Mitte kommender Woche kündigt sich eine große Schneefront an – und für eine Woche später prognostiziert das europäische Wettermodell jetzt sogar schon Temperaturen von bis zu minus 20 Grad in der Mitte und im Osten Deutschlands. Bibber-Alarm für Berlin und Brandenburg.

Eiskalte Polarluft ist auf dem Weg zu uns

Der Winter ist gekommen, um zu bleiben, sagt Meteorologin Kathy Schrey von wetter.net. Besonders frostig ist die Wetterprognose für die nächsten 14 Tage nach dem europäischen Wettermodell. Eiskalte Polarluft ist auf dem Weg zu uns. Kathy Schrey springt von einem „Winterhammer ohnegleichen“, der uns erwarten wird.

Laut Prognose werden besonders der Donnerstag, der 12. Februar, und Freitag, der 13. Februar, eisig kalt werden. In ganz Nord-, Ost- und Mitteleuropa. „Wir starten im Norden bei minus 35 Grad“, sagt die Meteorologin von wetter.net. Aber auch Deutschland trifft der Winterhammer. Landesweit fallen die Temperaturen in den Minusbereich.

Im Nordosten, also auch in Berlin und Brandenburg, werden  Temperaturen von minus 17, minus 18 Grad vorhergesagt. Am kältesten wird es nach dem europäischen Wettermodell am Freitag, den 13. Bis minus 20 Grad in der Mitte Deutschlands.

Vor dem Kälteschock kommt aber erstmal der Schnee. „Ab Mittwoch geht es mit einer schneereichen Wetterlage weiter“, sagt Kathy Schrey. „Dabei sind je nach Region erneut Schnee und Glätte zu erwarten.“ Eisregen nicht ausgeschlossen.

Meteorologin Kathy Schrey von wetter.net zeigt auf die Kaltfront, die Deutschland treffen soll. Mit Temperaturen bis zu minus 20 Grad.
Meteorologin Kathy Schrey von wetter.net zeigt auf die Kaltfront, die Deutschland treffen soll. Mit Temperaturen bis zu minus 20 Grad.wetter.net/youtube

Die Meteorologin spricht von enem „Schneefeld“, das uns erreicht. Vor allen Dingen im Norden und im Osten Deutschlands, an der Küste kann der Schnee auch intensiv fallen. „Der Winter lässt nicht locker, er hat sich bei uns festgebissen“, sagt Schrey.

So wird das Wetter in den nächsten Tagen

Das zeigt sich schon an diesem Wochenende. In der Nacht zum Sonntag rollt neues Schmuddelwetter auf Berlin und Brandenburg zu.
Im Westen und Südwesten ziehen leichte Regenfelder bis in die Landesmitte hinein – stellenweise droht erneut Glatteis. Im Nordosten dagegen zeigt sich der Himmel zeitweise aufgelockert. Die Temperaturen rauschen weiter runter: von eisigen -10 Grad in Vorpommern bis zu milden 3 Grad am Niederrhein.

Am Sonntag kann sogar mal die Sonne durchblitzen. Im Westen und Südwesten tröpfelt es örtlich ein wenig – meist nur Regen oder Nieselregen. Der Rest des Landes bleibt überwiegend trocken. Im Nordosten und Osten hält sich dagegen der Winter fest: leichter bis mäßiger Dauerfrost zwischen -7 und 0 Grad. In den übrigen Regionen wird es milder mit 1 bis 6 Grad, am Rhein sogar bei 7 bis 10 Grad.

Und der Wochendstart zeigt dann, dass vor allem der Osten des Landes den Winter nicht abschütteln kann. Der Montag startet grau: Über weiten Teilen des Landes hängen dichte Wolken, vielerorts bleibt es sogar stark bewölkt. Nur in Vorpommern und an den Alpen zeigt sich die Sonne länger und sorgt für kurze Lichtblicke.

Im Westen und Südwesten können ein paar Regentropfen fallen, sonst bleibt es überwiegend trocken. In der Nordosthälfte hält sich der Winter hartnäckig: Dauerfrost zwischen -7 und 0 Grad, in Vorpommern und der Uckermark sogar bis -8 Grad. Die übrigen Regionen kommen auf 1 bis 7 Grad.