Deutschland trocknet aus. Bisher gab es im Juli nur rund 15 Prozent der erwarteten Regenmenge – durchschnittlich 13 Liter pro Quadratmeter. Heiß wie bisher bleibt es weiterhin, doch im Laufe der Woche ziehen teils heftige Gewitter und Unwetter auf. Da sind sich Dominik Jung von wetter.net und die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) einig. Wo es knallt, wo es lokal Starkregen, Hagel und Sturmböen geben könnte und wo es besonders schwül werden wird.
Ab Dienstag wird das Wetter wechselhafter
Der Wetterstart in die Woche unterschied sich nicht vom Wochenende. Sehr heiß im Südwesten (bis zu 35 Grad), angenehme Sommertemperaturen im Norden und Nordosten. In Norddeutschland wurden 26 bis 29 Grad erwartet, in Berlin, Brandenburg, Thüringen und Sachsen bis zu 30 Grad.
Doch laut Dominik Jung könnte es dann etwas wechselhafter werden. „Der Regen tut der Natur auch richtig gut“, sagt der Experte von wetter.net. Am Abend sind in Richtung Nordseeküste erste Schauer und Gewitter möglich, die sich in der kommenden Nacht weiter Richtung Mitte und Süden Deutschlands ausbreiten.
Dienstag: Sehr sonnig, Unwetter möglich
wetter.net: Der Dienstag ist zunächst wieder sehr sommerlich. Mit Temperaturen um die 26 bis 32 Grad in der Nordhälfte, mit 32 bis 35 Grad in der Südhälfte. Nachmittags ziehen örtlich dunkle Wolken auf. In der Mitte sowie nach Osten und Südwesten hin gibt es kräftige Schauer und Gewitter.

DWD: Auch die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst sagen über der Mitte und dem Süden Deutschlands teils kräftige Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel voraus. Örtlich ist extremes Unwetter durch Starkregen möglich.
Mittwoch: Hochsommerlich heiß, kräftige Gewitter
wetter.net: Der Mittwoch ist weiterhin hochsommerlich heiß, verspricht Dominik Jung. Die Temperaturen verharren auf dem Niveau des Vortages, dazu gibt es lokal eng begrenzte Schauer und Gewitter. Das sei aber in Sachen Regen der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.
DWD: Im Süden und Osten sind kräftige Gewitter möglich. Es besteht lokal Unwettergefahr, vor allem durch Starkregen.
Donnerstag: Hitze ballert, Starkregen droht
wetter.net: Kein Schatten nirgends. Selbst an der Ostsee wird man bei 31 Grad gebrutzelt. 33 Grad in Berlin, 37 Grad im Südwesten. Nachmittags ziehen Schauer und Gewitter auf, die örtlich auch mal unwetterartig ausfallen können.
DWD: Am Donnerstag drohen vor allem im Nordosten und Süden teils heftige Gewitter. Lokal besteht Unwettergefahr durch Starkregen. In der Nacht zum Freitag zieht von Frankreich aus gebietsweise gewittriger, mehrstündiger Dauerregen auf – örtlich in unwetterartigen Mengen.
Freitag: Superhitze an Ostsee, Hagel im Süden und Osten
wetter.net: An der Ostsee hält man es ohne Sonnenschirm kaum aus. Bis zu 33 Grad werden erwartet. Auch in Berlin und Brandenburg wird es wieder 35 Grad heiß. Einzige „kühle“ Oase in Deutschland: der Nordwesten mit 25 Grad. Aber: „Es wird noch ekliger werden beim Wetter, drückende Schwüle im ganzen Land“, verspricht Dominik Jung. „Da empfinden wir schon 25 Grad wie 30 Grad.“

DWD: Vor allem im Süden und Osten werden wieder teils kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen erwartet. Auch lokale Unwetter sind möglich, im Süden auch durch größeren Hagel.
Samstag: Krasser Temperatursturz, Gewitter auf dem Rückzug
wetter.net: Die Gewitter vom Abend davor drücken die Temperaturen nach unten. Vor allen Dingen in der Nordhälfte. Nur noch 18 bis 24 Grad werden hier bei Schauern erwartet. Der Süden heizt sich aber schon wieder auf. Bei viel Sonne steigen die Temperaturen auf 25 bis 31 Grad.
DWD: Die Gewitter ziehen langsam ab, nur noch im Osten sowie im Süden Bayerns sind örtlich starke Gewitter wahrscheinlich.
Sonntag: Wechselhaft, örtlich Gewitter
wetter.net: Der Süden Deutschlands markiert schon wieder Sommer. Bei 25 bis 31 Grad. Die Nordhälfte kämpft noch mit Wolken, hier ist es deutlich kühler. Zwischen 20 Grad (Berlin) und 24 Grad (Ostsee, Köln). Hier gibt es dichtere Wolken und nur etwas Sonnenschein.




