Auch Sachsen ist betroffen

Pegel fallen weiter: Jetzt geraten Flusskreuzfahrten in Gefahr

Trockenheit lässt die Pegel sinken: Auf Rhein, Elbe und Donau kommt es zu Ausfällen und Routenänderungen bei Flusskreuzfahrten.

Author - Sebastian Karkos
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Trockenheit, Dürre und fehlende Niederschläge bereiten der Schifffahrt immer mehr Probleme, wie hier auf der Elbe in Dresden.
Trockenheit, Dürre und fehlende Niederschläge bereiten der Schifffahrt immer mehr Probleme, wie hier auf der Elbe in Dresden.Bernd März/IMAGO

In den kommenden Tagen bleibt es sehr warm und weitgehend trocken. Für Badefreunde sind das gute Nachrichten, für den Schiffsverkehr hingegen nicht – insbesondere für Ausflugs- und Flusskreuzfahrtschiffe. In Deutschland sind derzeit vor allem Abschnitte des Rheins, der Elbe, der Donau, aber auch der Oder und der Saale betroffen.

Niedrigwasser sorgt bereits für Ausfälle in Sachsen

Das Problem: Sinkt der Wasserstand zu stark, können Ausflugsschiffe, Flusskreuzfahrtschiffe und Fähren einzelne Strecken nicht mehr befahren. Fahrten müssen dann eingestellt oder Routen verkürzt werden.

Zuletzt war dies auch in Sachsen der Fall. Dort mussten laut MDR Fahrten entlang der Sächsischen Weinstraße in Richtung Meißen entfallen. Bereits in der vergangenen Woche wurden zudem Dampfertouren zwischen Dresden und Bad Schandau gestrichen.

Ein Ausflugsdampfer erkundet die Sächsische Schweiz.
Ein Ausflugsdampfer erkundet die Sächsische Schweiz.Spremberg/IMAGO

Auf dem Rhein zeigt sich ein ähnliches Bild. Wie das Portal schiffe-und-kreuzfahrten.de berichtet, wurden die Passagiere der „MS Aurelia“ am Wochenende darüber informiert, dass ihre Reise einer neuen Route folgen werde. Aufgrund niedriger Pegelstände am Mittelrhein und bei Karlsruhe kann das Schiff die ursprüngliche Strecke nicht vollständig befahren und ist daher auf eine Alternativroute über die Mosel ausgewichen. Von der ursprünglich geplanten Reise bleiben lediglich die Stationen Koblenz sowie der Ein- und Ausschiffungshafen Köln bestehen.

Passagiere erhalten Entschädigung für Kursänderung

Als Ausgleich gewährt der Veranstalter seinen Gästen ein Bordguthaben von jeweils 100 Euro. Zudem erhalten sie für eine Neubuchung in den Jahren 2026 bis 2028 einen Rabatt in gleicher Höhe.

Fakt ist: Niedrigwasser kann zu einem Teufelskreis für den Flusskreuzfahrttourismus werden. Fahrplanänderungen und Ausfälle sorgen bei Gästen häufig für Enttäuschung, weil gebuchte Reiseverläufe nicht eingehalten werden können. Dies kann die Nachfrage nach Flusskreuzfahrten beeinträchtigen und wirtschaftliche Einbußen für Reedereien nach sich ziehen.

Entsprechend blicken die Unternehmen derzeit mit Sorge auf die Pegelstände. Denn es könnte in den nächsten Wochen der Zeitpunkt kommen, „ab dem die Hotelschiffe nicht mehr fahren können“, wie Florian Krekel vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein in Bingen erklärt.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Haben Sie für die nächsten Tage eine Flusskreuzfahrt gebucht? Bitte schreiben Sie uns:leser-bk@berlinerverlag.com