Kurswechsel bei Kreuzfahrten

Reederei meidet wegen Nahost-Krise weiter den Orient

Die Unsicherheit im Nahen Osten hat Konsequenzen: Aida Cruises streicht auch für die Wintersaison 2027/28 alle Orient-Kreuzfahrten.

Author - Sebastian Karkos
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Für die „AIDAperla“ geht es im Winter nach Norwegen und die Kanaren.
Für die „AIDAperla“ geht es im Winter nach Norwegen und die Kanaren.Martin Wagner/imago

Die Nahost-Krise hat die Reisebranche im Frühjahr getroffen. Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate, etwa nach Dubai oder Abu Dhabi, sind zwar theoretisch wieder möglich. Doch nur weil es keine ausdrückliche Reisewarnung gibt, heißt das nicht, dass die Sicherheitslage unproblematisch ist. 

Aida meidet weiter den Nahen Osten

Das Risiko einer erneuten Eskalation in der Region ist vorhanden. Daher agieren Reiseveranstalter vorsichtig. Größere Reedereien haben Orient-Kreuzfahrten für die Wintersaison 2026/27 bereits auf Eis gelegt. Nun hat auch Aida Cruises entschieden, aufgrund der angespannten und schwer einschätzbaren Situation im Nahen Osten in der Wintersaison 2027/28 auf Fahrten in die Region zu verzichten. Betroffen ist die „AIDAperla“.

Aida schreibt: „Mit der frühzeitigen Entscheidung möchte die Reederei ihren Gästen und Vertriebspartnern größtmögliche Planungssicherheit für die übernächste Wintersaison bieten. Betroffene Reisende können ab sofort auf eine alternative Wunschreise aus dem umfangreichen Aida-Programm umbuchen. Auch im Winter 2027/28 stehen zahlreiche attraktive Reiseziele zur Auswahl, darunter die Kanarischen Inseln, die Karibik sowie weitere beliebte Kreuzfahrtregionen.“

Die „AIDAperla“ liegt im April 2026 im Eidfjord/Norwegen.
Die „AIDAperla“ liegt im April 2026 im Eidfjord/Norwegen.imago/osnapix/Marcus Hirnschal

Die „AIDAperla“ erhält stattdessen neue Routen. Das Schiff wird ab Kiel nach Nordeuropa sowie zu den Kanarischen Inseln unterwegs sein. Gäste, die bereits eine Orient-Reise gebucht hatten, erhalten laut Aida bei einer Neubuchung bis zum 31. Dezember 2026 einen Gutschein im Wert von zehn Prozent des ursprünglichen Kabinenpreises.

Wann der Nahe Osten wieder ohne größere Sicherheitsbedenken buchbar sein wird, bleibt offen. Das Reiseziel schreckt weiterhin viele deutsche Urlauber ab. Tui-Deutschland-Chef Benjamin Jacobi sagte allerdings erst vergangene Woche, dass er im Winter mit einer Erholung der Nachfrage rechnet: „Wir werden ein fulminantes Comeback erleben.“ Mal sehen, wann die Urlauber tatsächlich in größerer Zahl zurückkehren.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Würden Sie für den Winter 2026/2027 eine Kreuzfahrt in den Nahen Osten buchen? Bitte schreiben Sie uns:leser-bk@berlinerverlag.com