Nach der großen Hitze kommt der große Knall. Für die nächsten Tage sind heftige Gewitter und Unwetter angesagt. Vielerorts bleibt es aber schwül. Und schon in der kommenden Woche könnte die Hitze, früher als bisher erwartet, schon wieder zurückschlagen. Das amerikanische Wettermodell GFS sieht für Frankreich bis zu 42 Grad voraus. Und bei uns hier wird es auch bis zu 37 Grad heiß, erwartet Dominik Jung, Chefmeteorologe bei wetter.net. Vor allem im Westen Deutschlands, im Osten bleibt es noch etwas kühler (25 bis 28 Grad).
Nach Unwettern: Freitag ist der kühlste Tag der Woche
Momentan haben sich die Temperaturen erst mal etwas entspannt. Wir sind weit weg von 40 Grad. Nur im Süden kletterten die Thermometer am Montag noch mal bis auf 33 Grad. Am frischesten war es an der Ostsee (24 Grad), in Berlin und Brandenburg gab es bis zu 29 Grad.
Am Dienstag wird es noch mal ein Tick wärmer (26 Grad an der Ostsee, 31 Grad im Rhein-Main-Gebiet), ab Mittwoch wieder kühler. Der „kälteste“ Tag der Woche dürfte der Freitag mit 20 bis 28 Grad werden – dann steigen die Werte wieder.
Die große Hitze sei zwar abgedrängt worden, erklärt Dominik Jung. Aber: Doch die nächste Hitzewelle macht sich schon wieder auf den Weg zu uns. Von Nordafrika aus. In Spanien und Portugal ist das neue Hitzehoch schon angekommen, das bis Montag auch uns erreichen soll.
Ab Mittwoch (8. Juli) bricht dann auch bei uns wieder die Hitzehölle los. Jedenfalls laut Wettermodell GFS: Bis zu 41 Grad sind möglich, sagt Dominik Jung. Bisher sei das nur ein Trend, aber so sei die letzte Hitzewelle auch gestartet, erklärt der Meteorologe. Und: Auch das europäische Wettermodell sieht die neue Hitze aufziehen. Hier gehen die Prognosen von bis zu 35 Grad am 8. Juli aus.

Und die Zeit bis dahin? Überbrücken wir erstmal mit Regen, vielen Gewittern und später in der Woche mit Sturmböen. Am Montagnachmittag zogen schwere Gewitter über Oberfranken.
Das ist der Gewitter-Fahrplan für die kommenden Tage
Der Deutsche Wetterdienst DWD erwartet die ganze Woche über Wetter-Turbulenzen. Dienstag und Mittwoch: im Süden und Osten Unwettergefahr durch schwere Gewitter und heftigen Starkregen. Ab Donnerstag bis Sonntag: vor allem an der See und in den nördlichen und östlichen Mittelgebirgen stürmische Böen, zum Teil sogar Sturmböen.
Richtig knallen wird es in der Nacht zum Mittwoch. Der DWD spricht von „Starkregen zwischen 25 und 40 l/qm in kurzer Zeit, Hagel und lokal Sturmböen bis 85 km/h wahrscheinlich.“ Nur langsam ostwärts wandernde Gewittercluster könnten örtlich für „extreme Unwetter“ sorgen. Gebietsweise sind auch stürmische Böen (Windstärke 8) und Hagel nicht ausgeschlossen.
Berlin und Brandenburg: In den Abendstunden ziehen die Gewitter Richtung Polen ab. In der Nacht zum Dienstag kommen aber von Sachsen her schon neue Gewitter mit Starkregen. Schwerpunkt: im Süden Brandenburgs. Hier kann es auch am Dienstag tagsüber gewittern – mit örtlichem Starkregen und Windböen. Für die Nacht zum Mittwoch erwartet der DWD erneut kräftige Gewitter mit lokalem Starkregen, stürmischen Böen und Hagel. Lokale Unwetter mit heftigem Starkregen (30 Liter pro Quadratmeter) sind möglich.
Mecklenburg-Vorpommern: Am frühen Abend ziehen die Gewitter nach Osten ab. Dienstag bleibt tagsüber gewitterfrei. In der Nacht zum Mittwoch kommen aus Westen erneut kräftige Gewitter: lokaler Starkregen bis 20 l/qm, Böen bis 70 km/h, Hagel. Unwetter durch heftigen Starkregen bis 40 l/qm sind möglich. Auch am Mittwoch sind weitere Gewitter wahrscheinlich.
Sachsen-Anhalt: Am Nachmittag ziehen die Gewitter nach Osten ab. In der Nacht zum Mittwoch treten landesweit einzelne kräftige Gewitter auf – mit Starkregen bis 20 l/qm, Böen bis 70 km/h und vereinzelt Hagel. Lokale Unwetter durch heftigen Starkregen bis 30 l/qm.

Thüringen: Am Dienstag und in der Nacht zum Mittwoch gibt es kräftige Gewitter mit Starkregen bis 20 l/qm, Böen bis 70 km/h und Hagel. Unwetter durch Starkregen bis 30 l/qm. Am Mittwochvormittag ziehen aus Südwesten teils kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel auf. Örtlich sind Unwetter möglich. Nachmittags beruhigt sich die Lage.
Sachsen: In der Nacht zum Mittwoch und am Mittwoch tagsüber kommt es örtlich zu kräftigen Gewittern mit Starkregen bis 20 l/qm, Böen bis 70 km/h und vereinzeltem Hagel. Lokale Unwetter durch heftigen Starkregen bis 30 l/qm in kurzer Zeit sind möglich.
Baden-Württemberg: Bis in die Nacht treten laut DWD einige Gewitter auf, teils mit Starkregen, kleinem Hagel und starken bis stürmischen Böen. Lokale Unwetter in Oberschwaben und im Allgäu sind möglich, dann auch mit Sturmböen um 80 km/h. Ab Dienstagmittag erneut Gewitter, zunehmend unwetterträchtig. In der Nacht zum Mittwoch schließen sich die Gewitter zu größeren Bereichen zusammen, lokal regnet es bis zu 50 l/qm in wenigen Stunden.
Am Dienstag gewittert es überall in Deutschland
Hessen: Am Dienstagnachmittag gibt es erneut einzelne Gewitter mit Starkregen. In der Nacht zum Mittwoch steigt die Gewitterwahrscheinlichkeit weiter an, dann auch mit unwetterartigem Starkregen zwischen 25 und 40 l/qm sowie Hagel.
Niedersachsen und Bremen: Am Dienstagnachmittag erneut ansteigendes Gewitterrisiko.






