Sie wollten vorangehen und liefern. Stattdessen kassieren zwei Berliner Exporte eine bittere Doppelsperre – und sehen von draußen zu, wie ihr großer Plan, den TSV 1860 München wieder in die Zweite Liga zu führen, zu platzen droht.
Zwei Bundesliga‑Stars, ein geplatzter Löwen‑Traum
Es sollte die große Geschichte werden. Zwei gestandene Bundesliga-Stürmer mit viel Erfahrung und klarer Mission. Kevin Volland (33), zuletzt Millionen-Flop beim 1. FC Union Berlin, und Florian Niederlechner (35), früherer Stürmer bei Hertha BSC, wollten den TSV 1860 München nach acht Jahren in der 3. Liga zurück ins Unterhaus schießen. Doch bereits nach einem halben Jahr wirkt alles wie ein schlechter Witz.

Dabei ist die Verbundenheit zu 1860 spürbar. Beide haben sich früh klar zum Projekt bekannt, sprachen von Aufstieg, von Druck, von Pflicht. Doch Worte zählen wenig, wenn die Tabelle etwas anderes sagt. Noch eine Niederlage beim Vorletzten TSV Havelse am nächsten Spieltag – und der Traum vom Aufstieg ist endgültig begraben. Symbolisch bitter: Volland und Niederlechner müssen dabei zuschauen.
Doppelsperre! Volland und Niederlechner fallen aus
Beide holen sich bei der jüngsten Pleite beim VfB Stuttgart II in der Schlussphase eine Gelbe Karte ab – jeweils ihre fünfte. Eine Sperre zur Unzeit, geht es für die Löwen womöglich um alles. Bereits jetzt trennen 1860 neun Punkte vom Relegationsplatz. Löwen‑Trainer Markus Kauczinski hakt das große Ziel bereits völlig frustriert ab: „Über den Aufstieg brauchen wir nicht mehr zu reden.“

Das liegt auch an den beiden Ex‑Berlinern. Der Allgäuer Volland, bereits in Köpenick nur noch ein Schatten seiner selbst, kam mit dem Anspruch nach München, Verantwortung zu tragen. Der Niederbayer Niederlechner wollte nach seiner Zeit bei Hertha BSC genau das liefern, was 1860 so oft fehlte: Tore im richtigen Moment. Doch davon ist bisher verdammt wenig zu sehen. Volland traf bislang dreimal, Niederlechner zweimal.
Fans von Union und Hertha kennen das Muster nur zu gut
Für die Fans des 1. FC Union und von Hertha BSC ist die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei Volland und Niederlechner nichts Neues. Während Volland nach seinem Wechsel aus Monaco sowohl in Sachen Ablöse als auch Gehalt (und Abfindung) ein Millionen-Loch in Köpenick hinterließ, stieg Hertha 2023 nach dem Winter‑Transfer Niederlechners sang‑ und klanglos aus der Bundesliga ab.




