Es sah nach einem eisernen Wiedersehen aus. Urs Fischer, Architekt der größten Union-Erfolge, streckte in Mainz die Fühler nach einem alten Musterschüler aus Köpenick aus. Marvin Friedrich galt als Wunschlösung – doch nun läuft alles anders. Der Poker zieht sich, die Zeit drängt, und Fischer hat offenbar umdisponiert.
Die Verbindung war fast zu perfekt, um nicht wahr zu werden. Urs Fischer, Ex-Trainer des 1. FC Union Berlin, steht wieder an der Seitenlinie – nun beim 1. FSV Mainz 05. Und plötzlich tauchte ein alter Name wieder auf: Marvin Friedrich (30). Fischers einstiger Abwehrchef, Leistungsträger, Führungsspieler.

Zwischen 2018 und 2022 absolvierte Friedrich 129 Pflichtspiele für die Eisernen, wurde unter Fischer zum Abwehr-Bollwerk. Kopfballstark, kompromisslos, verlässlich. Seine beste Zeit – ohne Frage. Der Abschied kam im Januar 2022, als Friedrich per Ausstiegsklausel für 5,5 Millionen Euro zu Borussia Mönchengladbach wechselte. Dort sollte er Matthias Ginter ersetzen. Doch daraus wurde nichts.
Marvin Friedrich in Gladbach auf dem Abstellgleis
Verletzungen, Formschwankungen, harte Konkurrenz – aktuell steht Friedrich am Niederrhein auf dem Abstellgleis. Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Mainz schien für Friedrich die logische Option. Fischer kennt ihn, schätzt ihn, vertraut ihm.
Doch nun die Wende.

Kein Friedrich-Transfer: Fischer setzt in Mainz auf Posch
Bei der Suche nach Verstärkung in der Abwehr hat sich offenbar Stefan Posch (28) als Favorit der Rheinhessen herauskristallisiert. Der österreichische Nationalspieler, aktuell vom FC Bologna an Como verliehen, soll Medienberichten bereits zum Medizincheck in Mainz sein. Geplant ist eine halbjährige Leihe. Schnell. Pragmatisch. Ohne großes Risiko.
Damit ist klar: Der Poker um Marvin Friedrich ist vorerst vom Tisch.



