Große Bühne für große Namen. Beim 60. Geburtstag des 1. FC Union Berlin wird Frederik Rönnow von den Fans zur Legende gewählt. Gleichzeitig verlängert Christopher Trimmel seinen Vertrag – und zeigt, wie ein Union-Weg aussehen kann. Die Frage drängt sich auf: Bleibt auch Rönnow für immer?
Dienstagabend, Köpenick, Festzelt vor der Alten Försterei. Tausende Unioner feiern den 60. Geburtstag des Klubs – und küren ihre Helden. Einer davon: Frederik Rönnow (33). Der Torhüter wird von den Fans in die Legenden-Elf gewählt. Ein Ritterschlag. Und ein Zeichen. Rönnow: „Das ist schon Wahnsinn. Das ist für mich eine große Ehre. Ich bin sehr stolz und dankbar.“
Union-Fans küren ihre Helden
Denn im aktuellen Kader von Steffen Baumgart ist es bislang nur einem gelungen, diesen Status zu erreichen: Christopher Trimmel. Der Kapitän verlängert wie erwartet, jedoch deutlich früher als sonst und unter dem Jubel der rund 4000 Mitglieder seinen im Sommer auslaufenden Vertrag um ein weiteres Jahr. Bald 39 Jahre alt, bald in seiner zwölften Union-Saison.

Ganz so lange ist Rönnow noch nicht da. Der Däne kam 2021 nach Köpenick. Doch auch er denkt langfristig. „Ich bin froh und glücklich, auch meine Familie. Ich habe zwei Kinder, die sind in Berlin aufgewachsen. Deswegen habe ich verlängert“, erklärte Rönnow jüngst über die Gründe seiner Vertragsverlängerung im vergangenen Herbst.
Frederik Rönnow denkt beim 1. FC Union langfristig
Fakt ist: Unter Torwarttrainer Michael Gspurning entwickelte sich Rönnow zu einem der besten Keeper der Bundesliga. „Er spielt eine große Rolle für mich. Wir sind sehr eng, aber sehr ehrlich miteinander“, sagt der Däne. Union und Rönnow, das passt. Sogar für immer?

Rönnow schließt ein Karriereende bei Union nicht aus. „Wie lange ich spiele, weiß ich nicht. Solange mein Körper sich gut anfühlt, werde ich nicht aufhören.“
Legende Rönnow: Union macht es wie der FC Bayern
Das erinnert an Manuel Neuer und den FC Bayern. Die Münchner machen vor, wie es gehen kann: verlängern, solange die Leistung stimmt. Neuer ist 39, wird im März 40 – und eine weitere Verlängerung gilt nicht als ausgeschlossen.
Das gilt auch für Rönnow beim 1. FC Union, solange er Woche für Woche liefert. Der zweifache Familienvater ist mittlerweile in Berlin verwurzelt, sein erstes Kind geht seit dem Sommer in die Grundschule. Kurzum: Alles spricht dafür, dass die Eisernen und Rönnow diesen Weg noch lange gemeinsam weitergehen. Einmal Unioner, immer Unioner.




