Die heimliche Waffe des 1. FC Union Berlin ist weg – der berüchtigte Rumpelrasen. Das holprige Geläuf, das selbst Bayern und Leipzig zur Verzweiflung brachte, wird ausgerechnet jetzt erneuert. Vor dem Duell mit Borussia Dortmund verlieren die Eisernen damit ihren größten Heimvorteil.
Es fühlt sich an wie Verrat von ganz oben. Wochenlang war der alte Rumpelacker an der Alten Försterei Unions treuester Verbündeter. Eine Kampfzone, in der selbst Bayern und Leipzig ins Straucheln gerieten. Ein Platz, der Gegnern die Wahrheit ins Gesicht schleuderte: In Köpenick gewinnst du gar nichts leicht.
Rasen-Austausch in Köpenick seit Wochen geplant
Jetzt ist der Acker weg. Und damit auch der eiserne Vorteil vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund (Sonnabend, 18.30 Uhr, Sky) futsch.

Zuvor hatte der Winter die Greenkeeper monatelang ausgebremst. Minusgrade, gefrorener Boden – keine Chance für den eigentlich nach dem Weihnachtssingen geplanten Austausch. Doch jetzt sorgen etwas mildere Werte dafür, dass die Arbeiten möglich sind.
Union-Frauen spielen zuerst auf dem neuen Rasen
Dabei hatten viele Unioner gehofft, der Rasen würde zumindest noch das Heimspiel gegen den BVB überleben. Vergeblich. Der Wettergott meint es gut mit dem Grün – und schlecht mit Union.

Immerhin: Auch gegen Dortmund wird der Rasen nicht perfekt sein. Denn nicht mal 24 Stunden bevor Baumgarts Elf den BVB fordert, starten die Frauen des 1. FC Union in die Bundesliga-Rückrunde mit einem Heimspiel gegen Bayern Leverkusen (Freitag, 18.30 Uhr).
Union kann BVB Bundesliga-Rekord klauen
Neuer Rasen hin oder her: Knüpfen die Köpenicker an ihre starken Leistungen der vergangenen Wochen an – Union ist seit fünf Spielen ungeschlagen –, ist auch gegen Dortmund alles drin. Vor allem, wenn Baumgart sein glückliches Händchen behält. Sechsmal in Folge traf zuletzt ein Einwechselspieler – und stellte damit den Dortmunder Joker-Rekord von 2018 ein.


