Er kehrt zurück – und schaut am Ende doch nur wieder zu. Frederik Rönnow wagt für Dänemark die Rolle rückwärts, träumt von der WM 2026 – und landet erneut auf der Bank. Im Elfmeterschießen gegen Tschechien zerplatzt der Traum vom Turnier in den USA, Mexiko und Kanada. Für Union Berlin bleibt ein Keeper zurück, der alles riskierte – und nichts gewann.
Rönnow kehrt zurück – und bleibt außen vor
Frederik Rönnow (33) wollte es noch einmal wissen. Der Keeper vom 1. FC Union Berlin kehrte für die WM-Play-offs zurück ins dänische Nationalteam. Rücktritt? Geschichte. Das Ziel: das WM-Ticket. Die Bühne: K.-o.-Spiele. Der Ausgang: brutal.
Denn schon im ersten Play-off blieb ihm wie so oft in der Vergangenheit nur die Rolle des Zuschauers. Und auch im entscheidenden Duell gegen Tschechien (erneut ohne Unions Mittelfeldmann Alex Kral) änderte sich daran nichts. 120 Minuten Drama, ein Spiel ohne klare Linie, dann das Elfmeterschießen. Fußball kann grausam sein – für Dänemark wurde er es an diesem Abend besonders.
Dänemark scheitert trotz Favoritenrolle
Vom Punkt brach Dänemark ein. Tschechien blieb im Nervenkrimi eiskalt – und fährt zur WM 2026. Dänemark, immerhin Top 20 der FIFA-Weltrangliste, scheitert krachend – ausgerechnet bei einem Turnier, das auf 48 Teams aufgebläht wird. Ein Aus, das schmerzt. Ein Aus, das Fragen stellt.

Und mittendrin: Rönnow. Ohne Einsatz. Ohne Einfluss.
Dabei war seine Geschichte eigentlich eine andere. Noch vor wenigen Monaten hatte er sich aus dem Nationalteam verabschiedet. Zu groß die Belastung für ihn und die Familie, zu klar die Rolle als Nummer zwei. Dann die Wende. Verletzungen, Formfragen – plötzlich rief Dänemark wieder an. Und Rönnow sagte ja.
Union-Keeper ohne Einsatz im K.o.-Spiel
Er sollte Erfahrung, Ruhe, Präsenz ins Team bringen. Genau das, was er bei Union Berlin Woche für Woche austrahlt. Doch Rönnows Rückwärtsrolle ging nicht auf. Für Dänemark blieb er auch in Abwesenheit von Platzhirsch Kasper Schmeichel (39) nur Statist, weil West Hams Mads Hermansen (25) zweimal den Vorzug bekam.
Kurzum: Für Rönnow blieb statt der großen Bühne erneut die Bank. Der WM-Traum endete im Frust.




