Rani Khedira erlebt einen Moment für die Ewigkeit – und bringt den 1. FC Union Berlin gleichzeitig ins Schwitzen. Debüt für Tunesien, Sieg gegen Haiti, großer Stolz. Doch der Trip nach Nordamerika hat seinen Preis. Denn in Köpenick zählt jetzt jede Stunde bis zum Spiel gegen St. Pauli.
Debüt in Toronto sorgt für Gänsehaut
Rani Khedira strahlt – und Union Berlin schaut nervös auf die Uhr. Der Mittelfeldchef feiert sein Debüt für Tunesien, steht beim 1:0 gegen Haiti in Toronto direkt in der Startelf. Ein Abend, der bleibt. Und einer, der Folgen haben könnte.
Denn während Khedira sich seinen Traum erfüllt, wächst in Köpenick die Sorge. Jetlag, Belastung, Zeitverschiebung – alles Faktoren, die vor dem Bundesliga-Spiel gegen den FC St. Pauli am Sonntag (15.30 Uhr, Dazn) zur echten Herausforderung werden.
Jetlag wird zur echten Belastung
Khedira selbst beschreibt die Strapazen drastisch: „Wir mussten uns einfach den Gegebenheiten anpassen. Dadurch, dass wir beim FC Toronto trainieren, mussten wir auf eine spätere Uhrzeit ausweichen. Training war für mich gefühlt um 1 Uhr nachts, um 4 Uhr, also Ortszeit 23 Uhr, gab es dann Abendessen.“ Ein Rhythmus, der den Körper fordert.

Und trotzdem liefert der Union-Leader. 73 Minuten steht er auf dem Platz, ordnet das Spiel im Mittelfeld, macht das, was ihn auch in Köpenick so wertvoll macht: Stabilität geben. Trotz des 1:0-Siegs sieht Trainer Sabri Lamouchi bei seinem Team noch Luft nach oben: „Tatsächlich hatten wir großes Glück, ich hatte mir mehr erhofft.“
Sami Khedira reist für Bruder an
Für Khedira zählt vor allem der Moment. Unterstützung bekommt er dabei von ganz oben: Bruder Sami Khedira, Weltmeister von 2014, reist extra nach Toronto, sitzt im Stadion, sieht das Debüt live. Familie, Stolz, großer Fußball.

Doch in Köpenick zählt jetzt etwas anderes: Regeneration. Khedira muss schnell zurück, schnell runterfahren, schnell wieder hochfahren. Denn gegen St. Pauli wird er gebraucht – als Leader, als Antreiber, als Taktgeber.
Union-Countdown für St. Pauli läuft
Die Ausgangslage ist klar: Trainer Steffen Baumgart braucht Khedira in Bestform. Doch nach diesem Trip ist genau das die große Frage.




