Eigentlich sollte Bewegung reinkommen. Zwei Personalien, zwei Abgänge, klare Lösungen. Doch beim 1. FC Union Berlin läuft auf dem Transfermarkt gerade gar nichts nach Plan. Marin Ljubicic wird zum Poker-Chip, Alex Kral zum Problemfall – und plötzlich steht alles wieder auf Anfang.
Es ist eines dieser Transfertheater, die Nerven kosten. Beim 1. FC Union sollte der Kader zuletzt ausgedünnt werden, doch statt klarer Abschiede gibt es neue Fragezeichen. Gleich zwei Spieler standen kurz vor dem Absprung – nun hängt beides in der Luft.
Schalke will nach Edin Džeko auch Marin Ljubicic
Im Mittelpunkt steht Marin Ljubicic. Seit Wochen soll der Stürmer verliehen werden, Schalke 04 steht bereit. Die Knappen, Tabellenführer der 2. Liga, wollen nach der spektakulären Verpflichtung von Altstar Edin Džeko (39) weiter nachlegen und Ljubicic in den Pott holen. Doch so einfach lässt Union den Angreifer nicht ziehen.

Ljubicic, vor einem Jahr für vier Millionen Euro aus Linz geholt, kam in Köpenick lange nicht auf Touren. Fast ein Jahr lang blieb er ohne echten Rhythmus. Und doch ist er plötzlich wieder gefragt. Auch weil er zuletzt als Joker zweimal traf und zeigte, dass sein Torinstinkt noch lebt. Union-Manager Horst Heldt weiß das – und pokert.
Ljubicic-Leihe zu Schalke – Poker um Millionen-Option
Denn Schalke verkauft nach dem Džeko-Deal gerade Moussa Sylla an MLS-Klub New York City FC, offenbar für bis zu sieben Millionen Euro. Laut Sky schielt Union auf ein Stück vom Millionenkuchen. Aber: Sobald der Sylla-Verkauf fix ist, könnte es mit der Ljubicic-Leihe schnell gehen.

Der zweite Kandidat war sogar schon weg. Mittelfeldmann Alex Kral, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, reiste am Wochenende nach Griechenland, Panathinaikos Athen lockte. Eine Ablöse von rund einer Million Euro soll laut Kicker zwischen den Klubs vereinbart gewesen sein. Unterschrieben ist bis heute nichts.
Kral-Deal nach Athen droht komplett zu platzen
Probleme macht offenbar das Gehalt. Kral gehört bei Union zu den Besserverdienern. In Athen müsste er gehörige finanzielle Abstriche machen. Anders als in der Bundesliga (2. Februar) ist in Griechenland das Transferfenster im Winter bis zum 6. Februar geöffnet.



