Er trifft wieder – und plötzlich wird aus einem Ladenhüter ein kleines Goldstück. Marin Ljubicic erzwingt mit seinem Tor beim 1:1 (0:1) in Augsburg einen Punkt für den 1. FC Union Berlin. Ausgerechnet er. Ausgerechnet jetzt.
Es ist die 91. Minute in Augsburg. Union ist in Unterzahl, das Spiel eigentlich verloren. Dann flankt Kral, Ilic legt ab – und Marin Ljubicic (23) drückt den Ball zum 1:1 über die Linie. Ein verdienter Punktgewinn in Unterzahl. Und ein Tor mit Nebenwirkung.
Zwei Tore, zwei Spiele: Union-Stürmer wieder wertvoll
Denn Ljubicic ist bei Union seit seinem Vier-Millionen-Transfer vom Linzer ASK vor einem Jahr ein Rätsel. Kaum Einsätze, keine Rolle, keine Perspektive. Der Kroate sollte längst verkauft oder zumindest verliehen werden. Doch der Markt bleibt kühl. Bis jetzt.

Schon eine Woche zuvor steht Ljubicic richtig, drückt den Kopfball von Danilho Doekhi gegen Mainz zum 2:1 über die Linie. Zwei Spiele, zwei entscheidende Aktionen. Zwei Tore, die Union schmecken. Sportlich – und wirtschaftlich.
Schalke zeigt Interesse – Union-Manager Heldt pokert
Denn kurz vor dem Anpfiff in Augsburg sickert durch, dass Zweitliga-Tabellenführer Schalke 04, am Sonnabend bei Hertha BSC gefordert, an einer Leihe Interesse hat. Plötzlich ist Bewegung drin. Und Tore machen den Transfer teurer.

Union-Manager Horst Heldt weiß das. Und sagt es auch. „Das beste Argument für einen Spieler sind gute Leistungen und für einen Stürmer Tore. Das ist wichtig für uns.“ Übersetzt heißt das: Ljubicic hilft Union gerade doppelt.
Ljubicic-Tore ein Verhandlungsbooster für Union
Noch deutlicher wird Heldt wenig später. „Er ist ein Spieler, der bewiesen hat, dass er Tore machen kann. Viele Vereine sind auf der Suche nach Qualität. Das Gute ist: Wir entscheiden alles.“ Ein Satz wie ein Preisschild.





