Eigentlich klang alles nach Abschied. Doch das Ljubicic-Drama beim 1. FC Union Berlin zieht sich, der Markt bleibt kalt, die Zeit drängt. Während andere gehen dürfen, bleibt der teuerste Fehlgriff der jüngeren Vergangenheit fest in Köpenick verankert. Und das Problem wird größer – mit jedem Tag.
Von wegen so gut wie weg! Union wird Marin Ljubicic (23) einfach nicht los. Nach dem letzten Pflichtspiel vor der Winterpause klang Manager Horst Heldt noch optimistisch. „Interessenten sind vorhanden“, sagte er nach dem 1:0-Sieg in Köln. Es hörte sich an wie der Beginn vom Ende. Doch passiert ist: nichts.
Seit dem 1. Januar ist das Transferfenster geöffnet. Union hat reagiert, Entscheidungen getroffen. Nachwuchsverteidiger Oluwaseun Ogbemudia (19) verlängerte seinen Vertrag und sammelt bis Sommer Spielpraxis beim Drittligisten Waldhof Mannheim. „Wir sind von Olus Potenzial überzeugt“, erklärt Heldt. Perspektive. Plan. Richtung.
Union Berlin sucht weiter eine Ljubicic-Lösung
Bei Ljubicic fehlt all das.

Der Kroate, vor genau einem Jahr für vier Millionen Euro vom Linzer ASK verpflichtet, ist weiterhin da. Und genau das ist das Problem. Union würde den Mittelstürmer am liebsten verkaufen und zumindest verleihen. Doch der Markt spielt nicht mit. Zu dünn die Bilanz, zu wenig Argumente.
Teurer Transfer wird für Union zum Albtraum
Fakt ist: Die Bundesliga ist für Ljubicic bislang eine Nummer zu groß. Ein ordentliches Debüt in Hoffenheim, danach viel Leerlauf. Keine Minute in dieser Saison. Kein Vertrauen. Kein Momentum.

Daran hat sich auch 2026 nichts geändert. Beim XXL-Bibber-Test in Aue sollte Ljubicic Eigenwerbung betreiben. Stattdessen bleibt er auch gegen einen Drittligisten blass, findet keine Lösungen, setzt keine Akzente.
Zeitdruck wächst: Bis Februar muss Union handeln
Die Zeit drängt. Noch bis zum 2. Februar haben die Köpenicker Zeit, um eine Ljubicic-Lösung zu finden. Eine Leihe, ein Verkauf, irgendein Ausweg. Doch je länger nichts passiert, desto schwerer wird es. Klar ist: Ljubicic steht für ein Millionen-Minus, das Union schmerzt.




