Eiserne Sorgen

Ljubicic-Drama bei Union immer schlimmer

Marin Ljubicic bleibt trotz geplanter Trennung vorerst beim 1. FC Union. Warum der teuerste Fehlgriff zum Problem wird und die Zeit drängt.

Author - Sebastian Schmitt
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Stürmer Marin Ljubicic soll den 1. FC Union Berlin nach nur einem Jahr verlassen. Doch so einfach ist das nicht.
Stürmer Marin Ljubicic soll den 1. FC Union Berlin nach nur einem Jahr verlassen. Doch so einfach ist das nicht.Matthias Koch/IMago

Eigentlich klang alles nach Abschied. Doch das Ljubicic-Drama beim 1. FC Union Berlin zieht sich, der Markt bleibt kalt, die Zeit drängt. Während andere gehen dürfen, bleibt der teuerste Fehlgriff der jüngeren Vergangenheit fest in Köpenick verankert. Und das Problem wird größer – mit jedem Tag.

Von wegen so gut wie weg! Union wird Marin Ljubicic (23) einfach nicht los. Nach dem letzten Pflichtspiel vor der Winterpause klang Manager Horst Heldt noch optimistisch. „Interessenten sind vorhanden“, sagte er nach dem 1:0-Sieg in Köln. Es hörte sich an wie der Beginn vom Ende. Doch passiert ist: nichts.

Seit dem 1. Januar ist das Transferfenster geöffnet. Union hat reagiert, Entscheidungen getroffen. Nachwuchsverteidiger Oluwaseun Ogbemudia (19) verlängerte seinen Vertrag und sammelt bis Sommer Spielpraxis beim Drittligisten Waldhof Mannheim. „Wir sind von Olus Potenzial überzeugt“, erklärt Heldt. Perspektive. Plan. Richtung.

Union Berlin sucht weiter eine Ljubicic-Lösung

Bei Ljubicic fehlt all das.

Marin Ljubicic konnte beim Testspiel des 1. FC Union Berlin auch gegen Drittligist Erzgebirge Aue nicht überzeugen.
Marin Ljubicic konnte beim Testspiel des 1. FC Union Berlin auch gegen Drittligist Erzgebirge Aue nicht überzeugen.Matthias Koch/Imago

Der Kroate, vor genau einem Jahr für vier Millionen Euro vom Linzer ASK verpflichtet, ist weiterhin da. Und genau das ist das Problem. Union würde den Mittelstürmer am liebsten verkaufen und zumindest verleihen. Doch der Markt spielt nicht mit. Zu dünn die Bilanz, zu wenig Argumente.

Teurer Transfer wird für Union zum Albtraum

Fakt ist: Die Bundesliga ist für Ljubicic bislang eine Nummer zu groß. Ein ordentliches Debüt in Hoffenheim, danach viel Leerlauf. Keine Minute in dieser Saison. Kein Vertrauen. Kein Momentum.

Der 1. FC Union will Stürmer Marin Ljubicic im Winter abgeben. Doch passiert ist bisher nichts.
Der 1. FC Union will Stürmer Marin Ljubicic im Winter abgeben. Doch passiert ist bisher nichts.Matthias Koch/Imago

Daran hat sich auch 2026 nichts geändert. Beim XXL-Bibber-Test in Aue sollte Ljubicic Eigenwerbung betreiben. Stattdessen bleibt er auch gegen einen Drittligisten blass, findet keine Lösungen, setzt keine Akzente.

Zeitdruck wächst: Bis Februar muss Union handeln

Die Zeit drängt. Noch bis zum 2. Februar haben die Köpenicker Zeit, um eine Ljubicic-Lösung zu finden. Eine Leihe, ein Verkauf, irgendein Ausweg. Doch je länger nichts passiert, desto schwerer wird es. Klar ist: Ljubicic steht für ein Millionen-Minus, das Union schmerzt.

Was bleibt, ist ein Transfer, der zum Missverständnis wurde. Und ein Drama, das mit jedem Tag größer wird.