Es war ein echter Abnutzungskampf. Der 1. FC Union Berlin legte gegen Bayer Leverkusen alles rein, kämpfte, kratzte und biss – und beendete mit dem 1:0-Erfolg die Negativserie von sieben Spielen ohne Sieg. Der Befreiungsschlag kostete die Köpenicker verdammt viel Kraft. Und einen Stürmer.
Ilics Gelbsperre trifft Union mitten im Aufschwung
Es lief die 44. Minute. Union wollte die 1:0-Führung unbedingt in die Pause mitnehmen, und Andrej Ilic (25) lieferte sich einen intensiven Zweikampf mit Leverkusens Pechvogel Robert Andrich. Der Serbe streifte den Ex-Unioner mit dem Arm im Gesicht und wurde von Schiedsrichter Harm Osmers verwarnt – eine zu harte Entscheidung.
Das Problem: Es ist Ilics fünfte Gelbe Karte.

Baumgart lobt Ilic – und verliert ihn sofort wieder
Damit fehlt der Mittelstürmer am Sonnabend (15.30 Uhr, Sky) im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach. Ausgerechnet jetzt.

Denn Ilic hatte sich gerade zurückgemeldet. Beim 2:3 beim Hamburger SV beendete er seine brutale Torflaute, nachdem er zuvor im Volkspark eine Großchance vergeben hatte, die ihm selbst schlaflose Nächte bereitet haben dürfte.
Acht Torvorlagen: Darum ist Ilic so wichtig für Union
Baumgart, einst selbst Torjäger, bewies viel Feingefühl, ließ Ilic nach der Megachance auf dem Platz und fühlte sich im Nachhinein bestätigt: „Er war der Einzige, der die Tormöglichkeiten hatte und dann auch das Tor macht.“
Ein klares Signal an seinen Stürmer – das wirkte. Ilic war gegen Leverkusen gleich zu Beginn ganz nah dran an seinem zweiten Saisontor und bewies mit Einsatz, Laufwegen und seiner Präsenz bis zu seiner Auswechslung in der 86. Minute, welchen Wert er für Union hat.
Union braucht Wucht in Gladbach – ohne seinen Stürmer
Keine Frage: Ilic arbeitet gegen den Ball, lässt sich fallen, verteilt kluge Pässe – und bereitete so bereits acht Union-Tore in dieser Spielzeit vor. Baumgart lobt: „Das zeigt, wie wichtig er für uns sein kann.“




