Der 1. FC Union Berlin kann es doch noch! Die Eisernen ringen Bayer Leverkusen mit aller Kraft nieder, gewinnen gegen die Werkself 1:0 (1:0) und feiern den ersten Sieg nach zuvor sieben Spiele ohne Erfolgserlebnis. Ausgerechnet Ex-Unioner Robert Andrich spielt dabei in Köpenick unfreiwillig den Türöffner.
Erster Sieg 2026 – Union ist zurück
Nach Wochen voller Frust, Gegentoren und verpasster Chancen legt der 1. FC Union Berlin gegen Top-Klub Bayer Leverkusen alles rein. 1:0 an der Alten Försterei. Erster Sieg 2026. Befreiungsschlag in der Bundesliga.
Siegtorschütze Rani Khedira, der mit seinem Treffer seinen Weltmeister-Bruder Rani in der Bundesliga einholte: „Es ist ein sehr schönes Gefühl, mit den Fans zu feiern. Darauf mussten wir lange warten. Die letzten Wochen waren nicht einfach. Aber wir sind bei uns geblieben und haben uns heute belohnt.“

Von der ersten Sekunde an ist spürbar: Union will diesen Sieg erzwingen. Gierig in den Zweikämpfen, konsequent im Pressing, klar in den Abläufen. Union ruft die zuletzt schmerzlich vermissten eisernen Tugenden wieder ab und stellt den Champions-League-Teilnehmer immer wieder vor große Probleme.
Robert Andrich patzt an alter Wirkungsstätte
Auch der Schock um Janik Haberer kann Union an diesem Nachmittag nicht stoppen. Der Mittelfeldmann verletzt sich bei einem Foul selbst am Knie und muss humpelnd und gestützt ausgewechselt werden. In Führung geht Union dann dennoch durch ein Geschenk von Robert Andrich. Der Ex-Unioner lässt sich von Rani Khedira viel zu leicht abkochen, der den Ball dann gefühlvoll zur Führung lupft – 1:0 (28.)

Nur vier Minuten später schläft Andrich an alter Wirkungsstätte erneut. Andras Schäfer scheitert aus spitzem Winkel an der Fußabwehr von Leverkusen Torhüter Blaswich.
Union rennt, grätscht, blockt – wie in alten Zeiten
Anders als zuletzt beim 2:3 beim Hamburger SV bleibt Union danach auf dem Gaspedal und bis zum Halbzeitpfiff die spielbestimmende Mannschafft. Nach dem Seitenwechsel kommt Leverkusen besser ins Spiel. Vor Ex-Hertha-Star Ibrahim Maza zeigt immer wieder seine Klasse und macht Union mit seinen schnellen Dribblings Probleme. Union wankt, aber fällt nicht.

Khedira spürt, dass das Spiel kippen könnte und stachelt die Fans an, noch lauter zu sein. Die Alte Försterei antwortet. Laut. Wuchtig. Bedingungslos.
Abwehrschlacht in der Alten Försterei
Was folgt, ist Abwehrarbeit am Limit. Kopfballduelle, geblockte Schüsse, letzte Grätschen. Leverkusen schnürt Union ein, kombiniert schnell, verlagert klug. Doch das eiserne Bollwerk hält.
Der Dauer-Druck wird von Minute zu Minute größer. Jeder Ballgewinn wird gefeiert wie ein Tor. Jeder Befreiungsschlag wie ein kleiner Sieg.



