Ein Buch über 120 Eiserne Jahre, Teil 2

Tränen, Triumphe und Unions Weg zum Mythos

60 Jahre ist Union nun alt. Ein neue Buch führt Fans durch eine echte Eiserne Zeitreise mit 1000 Tagebuch-Einträgen und 500 Fotos.

Author - Berliner KURIER
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Das Union-Tagebuch blickt auf vergangene Jahrzehnte zurück.
Das Union-Tagebuch blickt auf vergangene Jahrzehnte zurück.ZVG

Der Berliner KURIER veröffentlicht exklusiv Auszüge aus dem neuen „Großen Tagebuch von Union Berlin“. Die Serie folgt der Geschichte des Vereins chronologisch – von den Anfängen des SC Union Oberschöneweide bis in die Gegenwart.

Union trickst Meister Hertha BSC aus und gewinnt

24. August 1930: Zum Saison-Auftakt verzichtet Union auf größere Einnahmemöglichkeiten und will gegen den Deutschen Meister Hertha BSC vor eigenem Publikum spielen. Der Plan geht auf. Union gewinnt nach zweimaligem Rückstand mit 4:3.

27. April/5. Mai 1940: Seit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges ist der Spielbetrieb stark eingeschränkt. Überraschend holt Union am Ende der Kriegsmeisterschaft 1940 den Titel. In den Finalspielen heißt es 1:1 und 3:0 gegen Blau-Weiß 90.

23./30. Juni 1940: Union scheitert in der DM-Endrunde an Rapid Wien. Nach dem 2:3 im Praterstadion gibt es im Rückspiel vor 70.000 Zuschauern im Olympiastadion ein 1:3. Es ist das erste Fußballspiel, das direkt im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wird.

September 1945: Zum Neubeginn nach dem Krieg werden alle von den Nazis gleichgeschalteten Vereine von den Siegermächten verboten. An ihre Stelle treten kommunale Sportgruppen der Stadtbezirke

20. Oktober 1948: Das Berliner Fußballprogramm berichtet, dass Hertha-Legende Hanne Sobek das Training beim SC Union übernommen hat: „Union ist die reifste, fortgeschrittenste Mannschaft in Berlin.“

Hertha-Legende Hanne Sobeck (r.) übernahm nach dem Krieg den SC Union. Hier diskutiert er als Coach der Berliner Stadtauswahl mit Bundestrainer Sepp Herberger.
Hertha-Legende Hanne Sobeck (r.) übernahm nach dem Krieg den SC Union. Hier diskutiert er als Coach der Berliner Stadtauswahl mit Bundestrainer Sepp Herberger.Schirner/imago
„Das große Tagebuch von Union Berlin“ von Frank Thomas, Fanomenal/powerplay, Berlin. 280 Seiten, 28 Euro. Infos und Bestellungen: www.union-tagebuch.de, ab 9. Juni im Handel. ISBN: 978-3-911932-10-3

29. April 1950: Das letzte Pflichtspiel zwischen Union Oberschöneweide und Hertha BSC endet in der Stadtliga mit einem 5:1 der Köpenicker vor 9000 Besuchern im Poststadion.

22. Mai 1950: Nach dem praktisch vollzogenen Übertritt eines Großteils der Mannschaft in den Westen Berlins gibt sich der neue Verein eine Satzung als SC Union 06 Berlin.

17. September 1950: Obwohl nur noch Reste der einst so erfolgreichen Mannschaft im Ostteil Berlin geblieben sind, wird die SG Union Oberschöneweide in die DDR-Oberliga eingestuft.

20. August 1951: Mit der Eingliederung in die Betriebssportgemeinschaft Motor Oberschöneweide verschwindet die Bezeichnung Union aus dem Vereinsnamen.

26. Dezember 1953: Im Jahnsportpark kommt es zum Treffen der beiden Berliner Teams mit denselben Union-Wurzeln aus Ost und West. Vor 8000 Besucher spielen die aus der Oberliga abgestiegene BSG Motor Oberschöneweide und der Westberliner Meister Union 06 1:1.

24. April 1955: Nach Ende der Spielzeit 1954/55 wird die DDR-Liga neu strukturiert. Da sie im abgelaufenen Spieljahr nicht über Platz sieben hinausgekommen sind, spielen die Köpenicker ab sofort nur noch drittklassig.

Das ist seit 1966 das ikonische Logo des 1. FC Union Berlin.
Das ist seit 1966 das ikonische Logo des 1. FC Union Berlin.Sebastian Räppold/Matthias Koch/imago

20. Januar 1966, 17.00 Uhr: Nach 14 Jahren ist der Name Union zurück an der Alten Försterei. Im Kulturhaus des Transformatorenwerkes „Karl Liebknecht“ wird der 1. FC Union gegründet.

Morgen: Der Weg zum Gewinn des FDGB-Pokals