Der Berliner KURIER veröffentlicht exklusiv Auszüge aus dem neuen „Großen Tagebuch von Union Berlin“. Die Serie folgt der Geschichte des Vereins chronologisch – von den Anfängen des SC Union Oberschöneweide bis in die Gegenwart. Fast 1000 Einträge, 500 Fotos und 222 QR-Codes mit Video-Highlights erinnern an große Siege, kuriose Begebenheiten und bewegende Momente. Nicht die großen Statistiken stehen im Mittelpunkt, sondern die Geschichten dahinter. Heute geht die Reise mit Teil 5 weiter.

24. Mai 2004: Die Aktion „Bluten für Union“ wird gestartet, damit der DFB-Forderung nach einer Liquiditätsreserve nachgekommen werden kann. Für jede Blutspende erhalten die Köpenicker 10 Euro. „Bluten für Union“-Shirts werden aufgelegt, selbst der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (u.) zeigt sich mit dem Kauf eines Shirts solidarisch.
1. Juli 2004: Ein neues Kapitel der Vereinsgeschichte beginnt: Der Unternehmer Dirk Zingler wird Präsident. Der Chef des Wirtschaftsrates hat maßgeblichen Anteil an der Rettung.
3. März 2005: Die Marketing GmbH beginnt mit dem Verkauf von „Stadiongründersteinen“. Sie kosten 75 Euro (schwarze Schrift) beziehungsweise 85 Euro (Goldschrift). Der Erlös soll zur Finanzierung eines neuen Stadions beitragen.
21. August 2005: „Wir hatten da noch was zu erledigen“, nehmen die Fans den Absturz in Liga 4 humorvoll. Sie spielen auf das 8:0 gegen den BFC an, der vor 14.020 Zuschauern gedemütigt wird (QR-Video aus der FCU-Fankurve).
13. Mai 2006: Das bis in die heutige Zeit letzte Spiel gegen den BFC Dynamo endet mit einem Eklat. In der 77. Minute stürmen Anhänger des Gastgebers beim Stand von 1:1 im Sportforum Hohenschönhausen den Rasen und erzwingen den Spielabbruch. Die Partie wird 2:0 für Union gewertet.
20. Mai 2006: Im ersten Brudervergleich seit 53 Jahren stehen sich der 1. FC Union und Union 06 im Stadion An der Alten Försterei gegenüber. Die Gastgeber aus dem Ostteil gewinnen die Partie aus Anlass des 100. Gründungstages des Union-Vorgängers SC Olympia klar mit 6:0.
14. Dezember 2006: Bei der Wahl zum „Wertvollsten Unioner“ aus Anlass des 40. Vereinsjubiläums geht Torhüter Wolfgang Matthies als Sieger hervor.
2. Juni 2008: Freiwillige Aufbauhelfer starten ihre Arbeiten am größten komplexen Bauvorhaben in der Geschichte des Stadions. „Kiek an, wir bauen“ ist das Motto der folgenden Monate.
9. Mai 2009: Der Aufstieg ist perfekt: Nach dem 2:0 gegen Jahn Regensburg liegen sich die Unioner in den Armen. „2. LIGA WIR KOMMEN“ prangt es auf Transparenten im Fanblock.

8. Juli 2009: 18.955 Fans sind dabei, als im Spiel gegen Hertha BSC endlich das neue Stadion eingeweiht wird. Viele der 2333 freiwilligen Bauhelfer, die insgesamt 140.000 freiwillige Arbeitsstunden leisteten, tragen ihren roten Helm, den sie als Dank erhalten haben.
20. Januar 2011: Zum 45. Vereins-Geburtstag lädt die Klubführung alle noch lebenden Ehrenmitglieder ein. Als Überraschung des Abends wird Ex-Trainer Heinz Werner in den Kreis der nunmehr 23 Ehrenmitglieder aufgenommen.

5. Februar 2011: Unvergesslich für jeden Unioner: 20.000 feiern den Stadtmeister. Vor 74.244 Zuschauern im Olympiastadion – der bisher größten Kulisse bei einem FCU-Spiel – schlagen die Köpenicker den Tabellenführer und haushohen Favoriten Hertha BSC nach 0:1-Rückstand mit 2:1.
15. September 2013: Sechs Spiele ohne Niederlage – darunter vier Siege – sorgen für ein Novum: Union ist nach dem 7. Spieltag erstmals Spitzenreiter der 2. Bundesliga.



