Der Berliner KURIER veröffentlicht exklusiv Auszüge aus dem neuen „Großen Tagebuch von Union Berlin“. Die Serie folgt der Geschichte des Vereins chronologisch – von den Anfängen des SC Union Oberschöneweide bis in die Gegenwart. Fast 1000 Einträge, 500 Fotos und 222 QR-Codes mit Video-Highlights erinnern an große Siege, kuriose Begebenheiten und bewegende Momente. Heute: Teil 3.

14. Februar 1966: Das neue Emblem des Klubs ist da. Der Grafiker Peter Gribat erhält 800 DDR-Mark für das von ihm entworfene Logo, das bis heute unverändert geblieben ist. Er hatte gleich mehrere Vorschläge eingereicht.
15. Mai 1966: Nach einem 3:1 bei Vorwärts Rostock steht der FCU als Aufsteiger in die Oberliga fest. Endlich gibt es wieder Erstliga-Fußball an der Alten Försterei.
19. Februar 1967: Das erste Lied über Union Berlin erlebt seine Uraufführung. In der Radio-Sendung „7 bis 10 – Sonntagmorgen in Spreeathen“ wird der Song „Eisern – Union“ von Günter Gollasch erstmals gespielt.
26. April 1967: Das erste Stadt-Derby in der Oberliga gegen den BFC Dynamo an der Alten Försterei gewinnt Union mit 3:0 und wird am Ende Sechster – Dynamo steigt ab.
9. Juni 1968: Union bezwingt den Meister und sichert sich den FDGB-Pokal. Vor 14 000 Besuchern im Kurt-Wabbel-Stadion sorgen Meinhard Uentz (29./Elfmeter) und Ralf Quest (63.) gegen FC Carl Zeiss Jena für die Sensation – 2:1.
17. Mai 1969: Nach zwei Oberligajahren muss Union wieder runter. Ein 1:1 gegen den 1. FC Lok Leipzig beendet eine enttäuschende Saison. Selbst im Falle eines Sieges hätte das Abstiegsgespenst nicht mehr vertrieben werden können.
22. August 1970: Nach dem Wiederaufstieg wird zum Punktspielauftakt gegen den FC Rot-Weiß Erfurt (4:1) die erweiterte Sitztribüne mit neuem Sprecherturm fertiggestellt. Das Stadion fasst nun 15 000 Besucher.
16. Juni 1971: Union beendet die Saison als Tabellenfünfter – die beste Platzierung der Wuhlheider in der Geschichte der DDR-Oberliga.
22. Juni 1974: Die DDR-Nationalmannschaft bezwingt bei ihrer ersten WM-Teilnahme die Bundesrepublik in Hamburg mit 1:0. Mit dabei: Reinhard „Mecky“ Lauck, der zwischen 1968 und 1973 zum Idol der Unioner avanciert, aber nach dem Abstieg zum BFC wechseln muss.
4. September 1976: Sensation zum Saisonauftakt durch den Oberliga-Rückkehrer: Vor der Liga-Rekordkulisse von 45.000 Zuschauern im Stadion der Weltjugend wird der Erzrivale BFC Dynamo durch ein Tor von Uli Netz 1:0 bezwungen.
Juni 1980: Mit Sympathieträger Joachim „Bulle“ Sigusch wird ein Stürmer bei der erstmals vorgenommenen Wahl zum „Union-Fußballer des Jahres“ gekürt.
Juli bis Oktober 1981: Viele Fans helfen mit, die Stehplatzränge auf den erhöhten Traversen der Waldseite zu befestigen. Das Fassungsvermögen steigt von 17 000 auf 22 000 Plätze.
19. bis 27. Mai 1984: Drama als zum einzigen Mal in der Oberliga-Historie zwei Teams punkt- und torgleich Vorletzter werden. Union verliert die Relegation gegen Chemie Leipzig (1:1, 1:2) und ertrinkt in Abstiegstränen.



