Eiskalter Winter, klirrende Luft, harte Bedingungen. An der Alten Försterei herrscht am Sonnabend gegen den FSV Mainz 05 (15.30 Uhr, Sky) echtes Frost-Fußball-Wetter. Doch allein beim Gedanken an die Rückkehr von Urs Fischer wird es vielen beim 1. FC Union Berlin warm ums Herz – auch Frederik Rönnow.
Fünfeinhalb Jahre prägte Fischer den Klub wie kaum ein anderer Trainer: Aufstieg, Europa, Champions League. Sein Abschied im November 2023 riss eine Wunde, die bis heute nicht ganz verheilt ist. Nun kehrt der Schweizer das erste Mal zurück.
Urs Fischer zurück: Das Wiedersehen an der Alten Försterei
„Natürlich hatte ich eine gute Zeit mit ihm – ich glaube, der ganze Verein“, sagt Rönnow. „Urs hat einen großen Status hier. Ich freue mich, ihn wiederzusehen. Aber nach 90 Minuten hoffen wir trotzdem, drei Punkte mitzunehmen.“

Rönnow verdankt Fischer einen entscheidenden Karriereschritt. Als er 2021 nach Berlin kam, war er nur die Nummer zwei hinter Andreas Luthe. Ein Jahr später machte Fischer ihn zur Nummer eins – und Rönnow zahlte das Vertrauen zurück: Conference League, Europa League, Champions League. Union schrieb Geschichte. Rönnow stand mittendrin.
Duell mit dem 1. FC Union Berlin: Urs Fischer will nicht lügen
„Vertrauen ist für jeden Fußballer wichtig. Wir hatten eine schöne Zeit und waren sehr erfolgreich“, erklärt Rönnow. Der Däne macht aber auch klar, dass das die Vergangenheit ist: „Jetzt sind wir weiter – und auf einem guten Weg.“

Sportlich geht Union auf jeden Fall mit Rückenwind ins Spiel. Siege gegen Leipzig und in Köln haben Stabilität gebracht. „Die zwei Spiele waren sehr wichtig“, sagt Rönnow. Und bleibt trotz der bereits eingefahrenen 21 Punkte vorsichtig: „Die Liga ist brutal eng. Der Fokus liegt nur auf Mainz.“
Rönnow über Fischers Union-Rückkehr: „Urs hat das verdient“
Auch Fischer macht über die besondere Konstellation gar keinen Hehl: „Ich durfte dort eine Wahnsinnszeit erleben. Das wird sicherlich auch emotional werden. Wenn ich etwas anderes erzählen würde, würde ich lügen. Aber ich bin jetzt Trainer von Mainz 05. Ich freue mich auf das Spiel und hoffe, dass wir etwas Zählbares aus Berlin mitnehmen.“
Das wollen Rönnow und seine Kollegen unbedingt verhindern. Einen Vorteil, dass Union den Urs-Fischer-Fußball bestens kennt, sieht der Torwart nicht: „Die Gegner wussten früher auch, was sie erwartet – und trotzdem waren wir erfolgreich.“



