Fußball-Fans sorgen immer wieder für Ärger. Aktuell vor allem durch eine zunehmend verbreitete Unsitte: das Bekleben öffentlicher Flächen mit Aufklebern. Ob Verkehrsschilder, Bahnen, Stromkästen oder Briefkästen – kaum ein Ort bleibt verschont. Erlaubt ist das nicht: Das Anbringen solcher Sticker ohne Genehmigung gilt als unerlaubte Nutzung fremden Eigentums und damit als Sachbeschädigung.
Plakate wurden ohne Erlaubnis angebracht
Doch dabei bleibt es nicht. Am S-Bahnhof Rummelsburg in Lichtenberg haben Fans des 1. FC Union nun Plakate angebracht, mit denen um Spenden geworben wird – ebenfalls ohne Erlaubnis und ohne dafür zu bezahlen.
Aus Sicht der Deutschen Bahn ist das eindeutig: „In diesem Fall wurden augenscheinlich unerlaubt Plakate an einer unserer Stationen angebracht. Wir tolerieren dies nicht, da es sich hierbei um eine Form von Vandalismus handelt, die das Erscheinungsbild unserer Bahnhöfe beeinträchtigt.“

Der Absender der Plakate ist klar erkennbar: die sogenannte „Szene Köpenick“. Unter diesem Namen werden Ultra-Gruppen von Union Berlin zusammengefasst, darunter das „Wuhlesyndikat“ sowie die Jugendorganisation „Teen Spirit Köpenick“. Eine weitere Ultra-Gruppierung: die „HammerHearts“.
Union-Ultras bitten um Spenden in Höhe von 15 Euro
Inhaltlich werben die Plakate für Spenden in Höhe von 15 Euro – mutmaßlich zur Finanzierung von Bannern, Fahnen und aufwendigen Choreografien im Stadion. Genehmigt ist diese Form der Werbung jedoch nicht: Weder wurde die Fläche angemietet noch eine Erlaubnis bei der Bahn eingeholt. Damit handelt es sich rechtlich ebenfalls um unerlaubte Plakatierung.



