Mit einem überzeugenden 4:0 gegen den FC Augsburg hat sich der 1. FC Union Berlin in die Sommerpause verabschiedet. Marie-Louise Eta hat den Grundstein gelegt, den der neue Trainer ab dem 1. Juli ausbauen muss. Doch wer wird der starke Mann an der Seitenlinie? Die heißeste Spur führt seit dem Wochenende in die Schweiz.
Král, Doekhi und Leite gehen
Während das Stadion noch den höchsten Saisonsieg feierte, flossen parallel schon die ersten Abschiedstränen. Bei Union ist klar: Einige Publikumslieblinge kehren dem Klub den Rücken.

Vor und nach dem Spiel wurden Alex Král, Danilho Doekhi und Diogo Leite verabschiedet. Besonders der Abgang von Abwehr-Boss Doekhi tut weh. Auch Torwarttrainer Michael Gspurning sagt nach fast zehn Jahren Servus.
Und hinter den Kulissen läuft längst die heiße Planungsphase!
Präsident Dirk Zingler und Geschäftsführer Horst Heldt suchen fieberhaft nach Verstärkungen – und vor allem nach einem neuen Cheftrainer.
Erst galt Eichner als Top-Kandidat, jetzt Lustrinelli
Erst galt Christian Eichner als Top-Kandidat. Dann fiel plötzlich der Name Horst Steffen. Jetzt soll aber ein anderer ganz vorne liegen: Mauro Lustrinelli! Der Schweizer führte den FC Thun als Aufsteiger sensationell zum Titel und hat offenbar bei mehreren Bundesligisten Interesse geweckt. Einst war er Co-Trainer von Urs Fischer, der bei Union bis heute Kultstatus genießt.

Die Aufgabe wird für den neuen Coach – egal, wer es letztlich wird – aber alles andere als einfach. Denn Union hat ein Riesenproblem: Tore! Zwar traf Andrej Ilić beim Augsburg-Kantersieg doppelt, doch ein echter Knipser fehlte den Berlinern die gesamte Saison. Kurios: Ausgerechnet der lange als Fehleinkauf abgestempelte Oliver Burke war mit nur sechs Treffern bester Bundesliga-Schütze der Eisernen.
Immerhin machte der Schlussspurt Hoffnung.


