Ein American Staffortshire Terrier (Symbolfoto). In Leipzig sorgte jetzt ein ähnlicher Hund mit einem besonderen Namen für Furore. imago/agefotostock

Für jeden Haustierhalter ist es schlimm, wenn Hund oder Katze plötzlich verloren gehen. Doch heute ist es oft sehr viel einfacher als früher, ein vermisstes Tier zu finden… schließlich gibt es das Internet. In Tier-Foren sind die Nutzer gern behilflich, damit jeder Vierbeiner wieder wohlbehalten zu den Besitzern zurückfindet. Doch in einem aktuellen Fall ist die Stimmung leicht gekippt: In Leipzig suchten Hundebesitzer nach ihrem Hund… und der Name auf dem Suchplakat machte einfach fassungslos.

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Alle nervt der Name: Hund namens Goebbels verzweifelt gesucht

Mit einem Plakat machte die Tiernothilfe Leipzig e.V. auf den vermissten Hund aufmerksam. Es geht um einen cremefarbenen Staffordshire Bullterrier-Mix, geboren 2018. Verloren ging er in Schkeuditz. „Zuletzt gesehen auf dem Flusswall an der Luppe in Richtung Merseburg und Halle/Saale“, heißt es in der Suchmeldung, die beim Haustier-Register Tasso veröffentlicht wurde. So weit, so gut – es gibt nur ein Problem: Der Hund hört auf den Namen „Goebbels“.

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Sie haben richtig gelesen: Goebbels. Wie der Joseph Goebbels, der von 1897 bis 1945 lebte – der noch heute als einer der einflussreichsten Politiker der NS-Zeit und als einer der engsten Vertrauten von Adolf Hitler gilt. Er war Reichspropagandaleiter, hatte ab 1930 einen wesentlichen Anteil am Aufstieg der Nationalsozialisten. Kein Name, mit dem man sich schmückt – aber offensichtlich einer, mit dem man den eigenen Hund benennt.

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Und das stößt einigen Tierfreunden sauer auf. „Nicht jeder sollte einen Hund haben“, schreibt ein Nutzer dazu, teilt den Eintrag zu Joseph Goebbels aus dem Online-Lexikon Wikipedia. Ein anderer kommentiert: „Name und Rasse des Hundes lassen ja wohl offensichtlich Rückschlüsse zu auf die Gesinnung des Besitzers, der sich anscheinend noch nicht hier geäußert hat (oder ich habs überlesen). War der Hund an einem Bindfaden fixiert, womöglich noch freilaufend oder ungesichertes Grundstück?“ Er fordert sogar Konsequenzen. „Es sollte eine straffe Überprüfung des Besitzers erfolgen...“

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Mit diesem Suchplakat wurde nach dem Hund gefahndet. Tasso

Eine Nutzerin schreibt, sie wolle sich im positiven Denken üben – und davon ausgehen, dass der Besitzer einfach nur viel schwarzen Humor hat. „Hoffentlich geht es ihm gut und vielleicht sollte ein Backgroundcheck da gemacht werden.“ Manche nehmen es auch selbst mit ganz viel schwarzem Humor. „Und die Katze heißt Himmler“, schreibt etwa eine Nutzerin.

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Auch die Tierschutz-Organisation hat sich inzwischen zu Wort gemeldet. „So, der Hund ist wieder zu Hause. Wir werden den Post löschen. Wir veröffentlichen jede Suchanzeige, wenn es hilft, das Tier zu finden – und das unabhängig von Hautfarbe, Religion, Nationalität oder politscher Einstellung der Besitzer.“

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Es gehe einzig und allein darum, das Tier zu finden. „Das Tier ist überall auf diesen Namen angemeldet und registriert und bei Sichtung des Tieres ist es hilfreich seinen Namen zu kennen und Ihn anzusprechen. Der Hund hat sich ganz sicher diesen Namen nicht ausgesucht.“

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