Nicht alles, was gut für den Menschen ist, ist auch gut für den Hund. IMAGO/alimdi

Hunde knabbern gern an Karotten, einige lieben Gurken. Gemüse ist ein gesunder Snack, der den meisten Hunden Freude macht. Aber Vorsicht! Einige unserer Lebensmittel sind für den Hund giftig, manchmal sogar tödlich. Was Sie Ihrem Hund niemals anbieten sollten, lesen Sie hier.

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Diese 15 Lebensmittel darf Ihr Hund auf keinen Fall essen:

Schokolade: In Schokolade ist ein Stoff namens Theobromin enthalten. Dieser ist für Hunde sehr giftig und kann zu Krampfanfällen, Pulsbeschleunigung, Erbrechen und sogar zum Atemstillstand führen. Je dunkler die Schokolade, desto mehr Theobromin ist enthalten. Besonders wenn Kinder im Haus sind, ist es schwierig zu verhindern, dass der Hund in die Reichweite von Schokolade kommt. Sollte Ihr Hund doch noch ein Osterei im Garten gefunden haben, konsultieren Sie sofort einen Tierarzt.

Avocados: Im Fruchtfleisch von Avocados ist der Giftstoff Persin enthält. Ein dritter Grund, warum dein Hund keine Avocado essen sollte, ist ihr hoher Fettgehalt. Persin kann bei Hunden zu Herzmuskelschäden und damit sogar zum Tod des Vierbeiners führen.

Xylit (Birkenzucker): Xylit ist eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Zucker und in immer mehr Lebensmitteln enthalten, besonders oft in Diabetiker-Produkten. Beim Hund führt es aber zu einer starken Insulinausschüttung. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel massiv ab (Hypoglykämie), was in schweren Fällen zum Tod führen kann. Auch kann Xylit die Leber des Hundes schwer schädigen, mit einem möglichen Leberversagen als Folge.

Das Thema Hundeernährung ist eine Wissenschaft für sich, mit der sich Hundehalter auseinandersetzen sollten. dpa-tmn/Markus Scholz

Finger weg von allen Nachtschattengewächsen

Tomaten, Kartoffeln, Paprika und Auberginen: Hierbei handelt es sich um Nachtschattengewächse und diese enthalten Solanin. Solanin ist auch für den Menschen schwach giftig, daher sollte man Kartoffeln immer dunkel lagern und keine Triebe essen. Bei Hunden kann es das Nervensystem schädigen. Es gilt: je grüner, desto giftiger für Hunde. Im gekochten Zustand sind immerhin Tomaten, Kartoffeln und gelbe Paprika in Ordnung.

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Kerne: Das in den Obstkernen enthaltene Amygdalin wird im Körper in Blausäure umgewandelt, das ist für Mensch und Hund giftig. Vorsicht also vor dem Kirschbaum im Garten – nascht der Hund von runtergefallenen Früchten, können neurologische Störungen auftreten.

Nüsse: Wie auch Obstkerne enthalten einige Nüsse Amygdalin. Zum Beispiel Macadamia und Mandeln. Lassen Sie Nüsse bei Ihrem Hund also lieber weg, sie könnten zu Schwächeanfällen und Lähmungserscheinungen führen.

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Rohes Schweinefleisch: Ungekochtes Schweinefleisch kann Aujeszky-Viren enthalten. Bei Hunden und Katzen verläuft die Infektion mit diesem Virus immer tödlich. Das charakteristischste Symptom ist ein starker Juckreiz, die Krankheit ähnelt einer Tollwut. Die Infektion führt innerhalb weniger Stunden bis Tage zum Tod.

Trauben: Trauben und Rosinen können bei Hunden zu Vergiftungssymptomen bis hin zum Tod führen. Wahrscheinlich liegt es an der enthaltenden Weinsäure. Die Vergiftung führt zu Erbrechen, Durchfall und Nierenversagen.

Schokolade ist tabu! Das enthaltene Theobromin kann der Hund nicht abbauen. IMAGO/Shotshop

Zwiebeln: Knoblauch und Zwiebel können bei Hunden zu schwerer Blutarmut führen. Das liegt an den Schwefelstoffen, sie zerstören die roten Blutkörperchen des Hundes. Bei einem schweren Verlauf endet dies tödlich.

Knochen sind gut für Hunde? Ein Irrglaube!

Knochen: Hunde lieben es, an Knochen zu knabbern, das weiß doch jedes Kind. Ist der Knochen aber gekocht, kann es gefährlich werden, denn gekochte Knochen splittern oft und durchbohren so die Speiseröhre oder den Darm. Außerdem droht eine weitere Gefahr: Knochenkot. Der verfütterte Knochen führt zu steinhartem Kot, den der Hund nicht absetzen kann. Ein lebensbedrohlicher Darmverschluss wäre die Folge.

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Bohnen: In rohen Bohnen und anderen Hülsenfrüchte ist der Giftstoff Phasin enthalten. Es ist ein Eiweiß, das die roten Blutkörperchen verklumpen lässt. Die Folge: Erbrechen, Bauchkrämpfe und blutiger Durchfall. Sind die Hülsenfrüchte gekocht, besteht nur die Möglichkeit von Blähungen.

Koffein: Der in Koffein enthaltene Stoff Methylxantin kann das Nervensystem des Hundes schädigen. Es erhöht den Blutdruck, führt zu Krampfanfällen und in schweren Fällen unter Umständen sogar zu tödlichen Herzrhythmusstörungen.