Er ist wie ein Schoko-Keks-Brikett: Der Kalte Hund, der in manchen Regionen auch Kalte Schnauze oder Lukullus genannt wird. Zu DDR-Zeiten kam kaum ein Kindergeburtstag ohne diese leckere Kalorienbombe aus. Perfekt auch für ungeübte Hobbybäcker: Der Kalte Hund macht einen großen Bogen um den Backofen. Hier braucht es eher ein eiskaltes Händchen. Das ist das klassische DDR-Rezept.
Kalter Hund: So gelingt der DDR-Geschmack
Beim Kuchenbasar in der DDR, bei der Geburtstagparty des Mitschülers: Immer gab es Kalten Hund – und immer war diese süße Leckerei als Erstes weg.
Kalten Hund gibt es auch heute noch. Doch die Zutaten, die in den Rezepten angeprisen werden, haben sich meist geändert. Der Fettgehalt wird reduziert, statt Kakao wird Kuvertüre untergerührt – und manchmal findet sogar Schlagsahne den Weg ins Rezept. Das Ergebnis? Schmeckt anders als man das von damals kennt. Zwar leichter, aber nicht mehr so gut.
Was braucht man für den Originalgeschmack? Viel Kokosfett und Kakaopulver! Streit gibt es darüber, ob etwas Rum in die Kakomasse gehört. Im Heft „Einladung zu Selbstgebackenem“ aus DDR-Verlag für die Frau wurde das damals empfohlen. Aber es geht auch ohne – gerade wenn man den Kuchen für kleine Kinder auf den Tisch bringen will.
Und dann bleibt natürlich die Frage: Welcher Keks ist der richtige? Man kann natürlich auch die Sorte nehmen, die mit L beginnt und mit -iz aufhört. Aber: Wenn schon Original-Geschmack, dann auch Originalkeks. Und die Hansa-Kekse von damals gibt es ja auch heute noch.

Die Firma Wikana aus Sachsen-Anhalt, die die Hansa-Kekse herstellt, hat heute sogar abgepackten Kalten Hund im Angebot – als abgepackten 175-Gramm-Riegel. Aber am besten schmeckt kalter Hund natürlich selbstgemacht. Das ist das Rezept. Sie brauchen dazu gerade mal fünf Zutaten.
Zutaten für den Kalten Hund: Das brauchen Sie
Die Zutaten: Zum Originalrezept nach DDR-Art gehören 300 g Kokosfett, 150 g Puderzucker, 50 Gramm Kakaopulver, 2 Eier und eine Packung Hansa-Kekse (200 g).
Zubereitung: So backen Sie Kalten Hund aus der DDR
Bereiten Sie zuerst die kastenförmige Kuchenform vor und legen diese mit Backpapier oder Frischhaltefolie aus, damit der Kalte Hund später nicht anklebt.
In einem Topf das Kokosfett auf kleiner Flamme schmelzen lassen und es wieder etwas abkühlen lassen.
Währenddessen die Eier, den Puderzucker und das Kakaopulver mit einem Schneebesen schaumig schlagen. Nach und nach das noch flüssige Kokosfett Tröpfchen für Tröpfchen unterrühren. Wer will, kann auch noch 1 EL Rum dazugeben.
Kalter Hund: Kinder können beim Schichten helfen
Dann ist ein Baumeister gefragt: Ein Job, bei dem auch Kinder gerne helfen. In der Kastenform werden Kakaocreme und Kekse übereinandergeschichtet.
Wichtig: Zuerst kommt eine Schicht Kakaomasse. Denn später wird die Kastenform gekippt, um den Kuchen herauszubekommen – und dann muss die Kakaoschicht oben sein.

Nach der ersten Kakao-Schicht kommen Kekse und Kakao immer im Wechsel in die Form. Abschließen kann man gerne mit einer Keksschicht. Und was nicht passt, wird passend gemacht: Zerbrechen Sie ruhig auch Kekse, um schöne Reihen zu bauen.
Anschließend kommt die Kälte zum Kalten Hund. Die Form wird für zwei bis drei Stunden in den Kühlschrank gestellt. Am besten aber über Nacht, damit die Kekse gut durchziehen.




