DDR-Kochlegende Kurt Drummer war nicht einfach nur ein Koch. Für seine TV-Sendung „Der Fernsehkoch empfiehlt“ entwickelte er Hunderte Rezepte – und prägte damit eine ganze Küche. Deftig. Herzhaft. Aber immer wieder auch überraschend leicht. Vor allem bei Salaten. Eine seiner Lieblingszutaten: Chicorée. Ein ganz besonderes Rezept stellen wir heute vor – Kurt Drummers „Berliner Bärenleckerei“.
Was Bären mit Chicorée zu tun haben
Der Name des Gerichts sorgt erst einmal für Stirnrunzeln. Bärenleckerei? Honig kommt in diesem Rezept nicht vor. Auch sonst nichts, was man landläufig mit einer Nascherei für Meister Petz verbindet. Dafür Chicorée, Schnittkäse, Ananas und Joghurt.
Google hilft weiter. Man erfährt: Manche Bären mögen tatsächlich Chicorée. Im Bärenpark Worbis in Thüringen, unweit von Nordhausen, stehen Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen, Möhren, Salat, Gurken – und eben auch Chicorée regelmäßig auf dem Speiseplan.
In Kurt Drummers Kochbuch „Der Fernsehkoch empfiehlt“ finden sich die Salate unter der Überschrift „Tausend Tele-Tipps“. In der gleichnamigen DDR-Werbesendung trat der Koch zweimal im Monat auf, meist am Wochenende – und erklärte den Zuschauern die Vorzüge leichter Kost.
Drummer schrieb dort auch über die Geschichte des Salats. Ursprünglich, so erklärte er, sei „Salat“ nichts weiter gewesen als der Name einer grünen Pflanze mit schlaffen Blättern. Eine veredelte Form des wilden Lattichs, die man bereits im frühen Mittelalter roh aß – mit Essig und Öl beträufelt.

Heute allerdings, so Drummer, sei das Salatbüfett eine Welt für sich. Tiefe Abgründe trennten es von jener bitteren Pflanze, die dem Ganzen den Namen gab. Eine dieser modernen Varianten: die Berliner Bärenleckerei, deren Rezept wir hier vorstellen.
Zutaten für Kurt Dummers Berliner Bärenleckerei
Die Zutaten: 4 Stangen Chicorée, 150 Schnittkäse, 1/2 Dose Ananas, 3 Äpfel, 1/2 Flasche Joghurt, 3 EL Mayonnaise, 1 EL Zitronensaft, geriebene Zitronenschale, Senf.
So bereiten Sie die Berliner Bärenleckerei vor
Schritt 1: Der Chicorée wird geputzt, anschließend kurz und gründlich gewaschen und in feine Streifen geschnitten.
Schritt 2: Ananasringe und Käse werden gewürfelt, der geschälte Apfel ohne Kerngehäuse in Streifen geschnitten.
Schritt 3: Alle Zutaten werden mit einer Salatsoße aus Mayonnaise, Joghurt, Zitronensaft und etwas Senf vermengt.
Schritt 4: Der Salat sollte etwa 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen und wird dann gut gekühlt serviert. Guten Appetit!


