Was soll das denn sein?

Fleischbrötchen aus der DDR: Irres Rezept, das schockierend lecker ist

Manchmal findet man in alten Zeitschriften echte Goldstücke der DDR-Küche. Heute servieren wir Ihnen Fleischbrötchen. Unbedingt nachmachen!

Author - Florian Thalmann
Teilen
Schon mal was von Fleischbrötchen gehört? Nein? Dann wird es aber Zeit! Das Rezept ist etwas ganz Besonderes – wir haben es in einer alten Zeitschrift entdeckt.
Schon mal was von Fleischbrötchen gehört? Nein? Dann wird es aber Zeit! Das Rezept ist etwas ganz Besonderes – wir haben es in einer alten Zeitschrift entdeckt.Illustration: Berliner KURIER

Viele Rezepte aus der DDR sind erhalten geblieben, werden auch Jahrzehnte nach der Wende von Generation zu Generation weitergegeben. Doch es gab auch Küchen-Experimente, die nach und nach in Vergessenheit gerieten. Und die doch ab und zu ans Tageslicht kommen. Eins davon haben wir heute für Sie: Fleischbrötchen! Nie gehört? Wir auch nicht – aber wir haben das Rezept in einer alten Küchenzeitschrift aus Honeckers Zeiten entdeckt. Wir verraten, wie es geht – zum Nachmachen, Ausprobieren und Schmunzeln über die Hausmannskost aus der DDR.

Fleischbrötchen aus der DDR: Was soll das denn sein?

Was sind Fleischbrötchen eigentlich? Das dürften sich viele fragen, die gerade zum ersten Mal von diesem Rezept aus dem Osten lesen. Ganz einfach: Es handelt sich dabei um ausgehöhlte Brötchen, die mit einer Hackfleischmasse gefüllt und dann im Ofen gebacken werden.

Das klingt ziemlich verrückt, aber – und das werden Sie bestätigen – leider auch ziemlich lecker! Das Rezept bietet dabei noch einige Raffinessen, um aus der Grundidee ein deftiges Essen zu machen.

Die Fleischmasse wird nämlich noch mit einer ordentlichen Portion Gemüse angereichert und bekommt obendrein unter anderem mithilfe von Cayennepfeffer eine besondere Würze, die Ihnen garantiert schmecken wird.

Das Rezept eignet sich übrigens auch prima, um alte Brötchen aufzubrauchen – wenn vom Frühstück etwas übrig ist, machen Sie daraus in Kombination mit etwas Hackfleisch doch mal Fleischbrötchen zum Abendessen. Hier kommt das irre Rezept aus der DDR.

Zutaten für Fleischbrötchen aus der DDR: Das brauchen Sie dafür

Sie brauchen: 4 Brötchen, 500 g gemischtes Hackfleisch, 1 gewürfelte Zwiebel, 1 Möhre, 1 Stange Porree, 2 Knoblauchzehen, etwas Butter, etwas Ketchup, Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, etwas getrockneten Majoran

Zubereitung: So backen Sie Fleischbrötchen aus der DDR

Zuerst halbieren Sie die Brötchen der Länge nach und holen Sie das weiche Innere heraus. Die Krümel übergießen Sie mit etwas Wasser, um sie ordentlich einzuweichen.

Schälen Sie die Möhre und raspeln Sie sie fein. Die Porree-Stange wird geputzt und ebenfalls sehr klein geschnitten. Geben Sie das Hackfleisch, die Möhrenraspeln und den Porree in eine ausreichend große Schüssel.

Die Fleischbrötchen werden mit der vorbereiteten Hackmasse gefüllt. Anschließend werden sie im Ofen gebacken. Klingt verrückt, ist aber ein besonders spannendes Rezept aus der DDR.
Die Fleischbrötchen werden mit der vorbereiteten Hackmasse gefüllt. Anschließend werden sie im Ofen gebacken. Klingt verrückt, ist aber ein besonders spannendes Rezept aus der DDR.Illustration: Berliner KURIER

Hinzu kommen die ausgedrückten Brötchenkrumen und die Gewürze – Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und etwas getrockneten Majoran. Die Butter erhitzen Sie in einer Pfanne.

Schälen Sie die Knoblauchzehen, drücken Sie sie durch eine Presse und vermischen Sie sie mit der Butter. Diese Mischung träufeln Sie auf die ausgehöhlten Brötchenhälften. Dann füllen Sie die Hälften mit der Hackfleischmasse. Jeweils zwei Hälften werden zu einem Fleischbrötchen zusammengesetzt. Tipp: Mit einem Holzspieß halten Sie alles in Position.

Legen Sie die fertigen Brötchen dann auf den Rost im vorgeheizten Backofen. Wichtig: Stellen Sie darunter eine Fettpfanne, damit austretendes Fett ablaufen kann und gesammelt wird.

Die Fleischbrötchen müssen für etwa 45 Minuten im Backofen bleiben. Anschließend holen Sie sie heraus, schneiden Sie sie auf und servieren Sie sie mit etwas Senf oder Ketchup. Dazu passt auch ein frischer Salat. Guten Appetit!

Welche Gerichte kochen Sie nach einem anstrengenden Arbeitstag besonders gern – und welches sind Ihre Lieblingsrezepte aus der DDR? Schicken Sie uns Ihre Meinung per Mail an wirvonhier@berlinerverlag.com. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!