Shrinkflation

Verbraucherschützer alarmiert: Wieder Mogelpackung von Milka-Hersteller

Wieder wird eine Packung Schokolade kleiner, wieder steht Mondelez dahinter. Und der Hersteller warnt: Auf Kunden kommen noch mehr Preiserhöhungen zu.

Author - Jana Hollstein
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Neue Preiserhöhung macht Schoki-Fans Bauchschmerzen.
Neue Preiserhöhung macht Schoki-Fans Bauchschmerzen.kroshka__nastya/Freepik

Die Kosten für Rohstoffe schießen in die Höhe, und am Ende landet die Rechnung wieder beim Kunden. Und das laut der Verbraucherzentrale Hamburg nun schon zum zweiten Mal bei einem Produkt des Milka-Herstellers Mondelez. Schokoladen-Fans müssen jetzt ganz stark sein.

Noch im letzten Jahr macht Milka Negativ-Schlagzeilen, denn die Schokolade „Milka Alpenmilch“ war laut einer Umfrage der Verbraucherorganisation Foodwatch die „dreisteste Werbelüge des Jahres“. Weil der Preis von 1,49 Euro auch 1,99 Euro erhöht und der Inhalt von 100 auf 90 Gramm verringert wurde, bekam der Hersteller Mondelez den Schmähpreis „Goldener Windbeutel“. Doch der Kater lässt das Mausen nicht, denn nun wurde Mondelez wieder dabei überführt, eine Mogelpackung zu verkaufen.

Presisteigerung bei „Marabou Mjölkchoklad“ um 29 Prozent

Diesmal handelt es sich um die „Marabou Mjölkchoklad“, die viele vor allem von ihrem Ikea-Einkauf kennen werden. Grund für die Rüge der Verbraucherzentrale ist die Tatsache, dass statt 220 Gramm nunmehr nur noch 170 Gramm in einer Packung enthalten sind. Der Preis bleibt jedoch bei 4,99 Euro. Das ist ein Preisanstieg um 29 Prozent.

Die Verkleinerung der Marabou-Schokolade entspricht einer saftigen Preiserhöhung.
Die Verkleinerung der Marabou-Schokolade entspricht einer saftigen Preiserhöhung.Verbraucherzentrale Hamburg

Die Änderung ist wohl nur für das geschulte Auge erkennbar. So wurde der Schriftzug „King Size“ auf der Krone entfernt, und die Grammzahl steht jetzt in der unteren rechten Ecke auf der Vorderseite der Verpackung.

Noch mehr Schokolade von Mondelez bekommt Preiserhöhung

Die „Mjölkchoklad“ ist nur der Anfang. Hersteller Mondelez teilte der Verbraucherzentrale Hamburg mit, dass weitere Sorten verkleinert werden. Die Verbraucherschützer gehen davon aus, dass diese Maßnahmen die Sorten Nötchoklad (Nuss), Apfelsine Krokant, Mintkrokant, Salz-Mandel, Black Salzlakritz, Oreo und Daim betreffen wird.

Eine solche markante Preiserhöhung ist, wie bekannt ist, nicht die erste bei Mondelez, aber sie ist auch nicht mal die erste bei Marabou Mjölkchoklad. Im April 2024 hatte die 220-Gramm-Tafel nicht 3,99 Euro gekostet, inzwischen kostet sie 4,99 Euro. Dass die Füllmenge nun schrumpft ist ebenfalls eine Preiserhöhung über Umwege.

Mondelez schiebt Shrinkflationa als Grund für Preiserhöhung vor

Mondelez rechtfertigt seine Preiserhöhungen mit den hohen Kosten für Kakao sowie für Energie, Verpackung und Transport. „Das bedeutet, dass die Herstellung unserer Produkte viel teurer ist.“ Doch die Verbraucherschützer lassen das nicht gelten: „Der Preis für Kakao befindet sich seit einem Jahr auf Talfahrt. Zwar wirken sich Börsenpreise zeitverzögert im Handel aus, dennoch ist die erneute massive Verteuerung im Hause Mondelez verwunderlich.“ Einige andere Hersteller reduzieren ihre Schokoladenpreise aufgrund gefallener Kakaopreise wieder.

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