Schnell gemacht und gesund: Fans schwören darauf, am Frühstückstisch mit Haferbrei in den Tag zu starten. Doch wer zur Instantvariante des beliebten Porridges mit Fruchtmix greift, holt sich womöglich eine ordentliche Portion Zucker und Schadstoffe mit in die Schüssel. Eine Untersuchung von Öko-Test zeigt: Nicht jedes Fertig-Porridge ist so harmlos, wie die Verpackung verspricht.
Zucker ist bei Porridge oft das Problem
Die Warentester nahmen 19 Produkte mit getrockneten Früchten unter die Lupe, darunter 14 mit Bio-Siegel. Im Labor wurden sie auf Mineralölbestandteile, Schimmelpilzgifte und Pestizide geprüft. Außerdem kontrollierten die Tester Nährwertangaben, Werbeversprechen und Verpackungen. Besonderes Augenmerk lag auf dem Zuckergehalt. Denn Trockenfrüchte bringen durch die Verarbeitung oft reichlich Süße mit, samt möglicher Pestizidrückstände.

Verbotenes Insektengift entdeckt
Für einen echten Paukenschlag sorgt ausgerechnet Traditionshersteller Seitenbacher. Dessen „Seitenbacher Frucht Porridge“ (6,99 Euro pro 500 Gramm) fällt im Test glatt durch. Im Produkt fanden die Prüfer Rückstände von gleich zehn Pestiziden, darunter Glyphosat und das in der EU verbotene Insektengift Imidacloprid. Die Konsequenz: Gesamtnote „ungenügend“ und damit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Auf eine Anfrage reagierte der Hersteller nicht. Auch andere Produkte kassierten Abzüge wegen Mineralölbestandteilen oder Schimmelpilzgiften.


