Was macht guten Sex aus? Bei der Beantwortung dieser Frage lässt man häufig die buchstäbliche Grundlage außen vor: Die Matratze. Die kann nicht nur die Schlafqualität beeinflussen, sondern auch das Sexleben. Davon ist Dr. Emily Morse, Doktorin für menschliche Sexualität und Autorin, überzeugt. Sie erklärt, wie jeder sein Sexleben verbessern kann, alleine mit der richtigen Matratze.
Eine Tatsache, die wohl jeder unterschreiben kann: unausgeschlafen hat man weniger Lust auf Sex. Schon da setzt das Problem an. Vor allem in der REM-Phase verarbeiten wir die meisten unserer Gefühle, meint Dr. Morse. Das verpasst man, wenn man sich auf einer ungemütlichen Matratze hin und her wälzt. „Wenn man unter REM-Entzug leidet, ist man reizbarer, ängstlicher und ungeduldiger mit dem Partner“, erklärt Morse.
Mit schlechtem Schlaf kommt schlechter Sex
Doch die REM-Phase ist nicht die einzige, die für guten Sex notwendig ist. Die körperliche Erholung findet nämlich in der Tiefschlafphase statt, in der Hormone wie Testosteron reguliert werden, die die Libido anfeuern. Morse warnt davor, dass eine schlechte Schlafumgebung den Tiefschlaf stört und damit auch die Libido niedrig hält.

Eine andere Körperfunktion, die für Sex unabdingbar ist? Die richtige Durchblutung. Eine schlechte Matratze macht sich auch hier bemerkbar, indem sie Druck an den falschen Stellen ausübt und den Blutfluss unterbindet – im Schlaf und auch mitten im Akt. Eine gute Durchblutung erhöht die Energie und Sensibilität, was wir beides für guten Sex gebrauchen können.
Eine schlechte Matratze führt auch zu Überhitzung und Gereiztheit. Es ist schwer, Lust zu bekommen, wenn man schweißgebadet aufwacht. Dr. Emily Morse erklärt: „Die meisten synthetischen Schaum-Matratzen erzeugen Stauwärme, heben die Kerntemperatur und das Nervensystem dadurch in einem Zustand der Unruhe.“ So bleibt man in einem steten Stresszustand.

Doch nicht nur das, eine Matratze, die nicht zu einem passt, löst auch unsexy Probleme wie Rückenschmerzen und einen steifen Nacken aus. Wacht man mit Schmerzen auf, hat man natürlich ganz andere Probleme – aber auch für das Sexleben ist es nicht gut.
Schlechter Sex mit der falschen Matratze
Diese fehlende Entspannung überträgt sich auch, wenn es im Bett dann tatsächlich zur Sache kommt. Kann man schon im Schlaf nicht auf der Matratze entspannen, ist das beim Sex nicht anders – die Matratze ist schließlich dieselbe. Eine ungemütliche Matratze macht es schwer, sich wirklich fallenzulassen. Und das ist bei Intimität ganz besonders wichtig.




