Der Frühling hat begonnen, am Wochenende wurde in vielen Haushalten in Deutschland schon mit dem traditionellen Frühjahresputz begonnen. Der Staub wird entfernt, die Fenster geputzt, der Garten aufgehübscht, die letzten Spuren des Winters beseitigt. Und auch der Balkon ist an der Reihe. Wussten Sie schon, dass aktuell die beste Zeit ist, um den Balkon mal ordentlich mit Essig einzusprühen? Wir verraten, wofür das gut sein soll und was Sie damit bewirken.
Viele sind von Spinnen auf dem Balkon genervt
Vor allem für viele Menschen in der Großstadt ist der eigene Balkon ein kleiner Rückzugsort, eine Oase im hektischen Alltag. Er wird mit Blumen bepflanzt, mit Pflanzen aufgehübscht, Sonnenschirm und Möbel machen ihn zum Paradies für den kleinen Urlaub zwischendurch.
Jeder weiß allerdings: Wer sich die Natur ins Haus holt, bringt oft auch Krabbler mit. Während einige Insekten wie Bienen, Käfer und Schmetterlinge gern gesehene Gäste sind, sind andere gar nicht beliebt: Spinnen!
Sie nisten sich schnell ein, halten sich in Ecken versteckt – und nur die wenigsten genießen die Begegnung mit den achtbeinigen Tieren. Doch es gibt ein einfaches Hausmittel, mit dem man den gefürchteten Insekten zu Leibe rücken kann – und zwar Essig.
Eine Mischung aus Essig und Wasser wird in eine Sprühflasche gefüllt und auf den Balkon gesprüht. Sie bietet einen entscheidenden Vorteil: Essig sorgt nicht dafür, dass die Tiere sterben, sondern bewirkt, dass sie sich unwohler fühlen und sich zurückziehen. Bei regelmäßiger Wiederholung steigen die Chancen auf einen Sommer mit weniger Spinnen-Begegnungen auf dem Balkon.

Aber wie funktioniert der Trick? Es ist ganz einfach: In einer Sprühflasche werden Essig und Wasser zu gleichen Teilen miteinander vermischt. Wichtig ist es, dabei die richtige Essigsorte zu verwenden. Balsamico oder Rotweinessig sind natürlich tabu, denn sie können Verfärbungen verursachen. Greifen Sie zu weißem Essig oder Apfelessig – letzterer riecht nicht ganz so stechend und ist etwas angenehmer.
Sprühen Sie das Gemisch auf die richtigen Stellen
Das Essig-Wasser-Gemisch wird dann in regelmäßigen Abständen auf Stellen gesprüht, in deren Nähe sich Spinnen besonders gern aufhalten. Dazu gehören natürlich alle Ecken und Winkel, Bereiche unter den Gartenmöbeln, Rück- und Unterseiten von Geländern und Rahmen von Fenstern und Türen. Die Bereiche lassen sich an den Spinnennetzen recht gut erkennen.

Wichtig dabei: Nicht jedes Material ist wirklich dafür gedacht, mit Essiglösung eingesprüht zu werden. Es empfiehlt sich, die Lösung zunächst an einer unauffälligen Stelle zu testen. Denn Essig ist eine Säure! Auch auf Polster sollten Sie die Lösung nicht sprühen, denn dort kann sich der Essiggeruch langfristig festsetzen. Außerdem gilt: Halten Sie die Lösung von Pflanzen fern, diese können empfindlich reagieren.
Spinnen meiden den sauren Geruch von Essig
Die Spinnen meiden den sauren Geruch des Essigs. Zugegeben: Auch für die menschliche Nase ist es nicht wirklich schön, vor allem im Freien verfliegt er aber recht schnell, während er in den besprühten Bereichen intensiv bleibt. Lassen Sie die Sprühflasche am besten in der Nähe stehen, damit Sie schnell und unkompliziert nachsprühen können, wenn Bedarf besteht.
Es gilt aber natürlich: Essig kann helfen, die Spinnen etwas zurückzudrängen. Dass sich damit ein spinnenfreier Balkon erreichen lässt, ist unwahrscheinlich. Denn Spinnen gehören zur Natur. Und sie können übrigens auch hilfreich sein – schließlich fangen Sie mit ihren Netzen auch andere Insekten wie Mücken, die unter Umständen wesentlich nerviger sein können.


