Deutschland ist das Land der Dichter – doch selten hat ein Gedicht für so viel Wirbel gesorgt wie dieses! Der bissige, satirische Text „Ken & Barbie“ sorgt in der großen Politik weiterhin für Zoff.
In der Mitarbeiterzeitung des Auswärtigen Amtes erschien im aktuellen Heft aus dem Januar ein poetisches Werk, das bitterböse und ironisch mit Ex-Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Ex-Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) ins Gericht geht. Nun kommt die ganze Wahrheit über das Gedicht ans Tageslicht.
Gedicht „Ken & Barbie“ zieht über Baerbock her
In dem Gedicht, das mit dem Titel „Ken & Barbie“ überschrieben war, gibt es allerlei spitze Zwischentöne. „Mit Hochglanzschminke um die Welt, das Haar, immer perfekt gewellt, Hochglanzreden, ohne Geschick, hatte die Menschen, nicht mehr im Blick“, heißt es dort unter anderem über die Ex-Außenministerin Annalena Baerbock. Und weiter: „Und sie, die Heimat verlässt, auf zum Big Apple, welch ein Fest, ein Job ergaunert, ganz elegant, das Volk frohlockt, nun ist sie verbannt.“
Nach der Veröffentlichung des Gedichtes gab es schnell Kritik, weshalb das Gedicht aus der bereits veröffentlichten Ausgabe des Magazins entfernt wurde. An die Stelle trat ein redaktioneller Hinweis. „Uns ist hier ein unschöner Fehler passiert. An dieser Stelle stand ursprünglich ein Gedicht“, hieß es. „Es ist erschienen, obwohl die Redaktion von internAA bereits im Juni 2025 entschieden hatte, es nicht zu veröffentlichen.“ Aber: Wie schafften es die spöttischen Zeilen überhaupt in die Zeitung?

In einem Bericht der BILD wird nun die irre Wahrheit hinter dem Gedicht enthüllt. Wie das Blatt erfahren haben will, habe man sich in der Redaktionskonferenz des Magazins eigentlich gegen die Veröffentlichung entschieden. Allerdings soll die Entscheidung später untergegangen sein. Als das Heft fertiggestellt wurde, soll die Frage aufgekommen sein, wo das Gedicht geblieben sei.
Gedicht sollte eigentlich gar nicht erscheinen
Laut BILD wanderte der Text in das Heft, wurde von allen Beteiligten gesehen, aber keiner erinnerte sich offenbar an die Entscheidung, das satirische Machwerk nicht zu drucken. Heftige Kritik gab es unter anderem von der Gleichstellungsbeauftragten. „Das Gedicht reduziert Frauen auf Äußerlichkeiten, unterstellt ihnen mangelnde Kompetenz und stellt Gleichstellung und Feminismus als lächerlich dar“, hieß es.




