Er gehört zu den Gesichtern, die Generationen von Zuschauern geprägt haben. Jaecki Schwarz wird am 26. Februar 80 Jahre alt und bekommt dafür ein besonderes Fernsehgeschenk. Der MDR ändert sein Programm zur Primetime und widmet dem Berliner Schauspieler einen ganzen Abend.
Vom Studenten zum Filmstar
Schon mit Anfang 20 schrieb Schwarz Filmgeschichte. Noch während seines Studiums in Babelsberg wurde er aus zahlreichen Bewerbern für die Hauptrolle in dem DEFA-Klassiker „Ich war neunzehn“ ausgewählt.
Regisseur Konrad Wolf machte ihn damit über Nacht bekannt. Als junger Rückkehrer aus dem Krieg traf Schwarz den Nerv einer ganzen Generation und wurde schnell zu einem der gefragtesten Schauspieler der DDR.
Es folgten zahlreiche Film und Theaterrollen. Nach der Wende schaffte er mühelos den Sprung ins gesamtdeutsche Fernsehen. Besonders beliebt wurde er als Kommissar Herbert Schmücke in der ARD-Reihe Polizeiruf 110. Gemeinsam mit Wolfgang Winkler bildete er über viele Jahre ein Kult-Duo.

Zum runden Geburtstag zeigt der MDR am Sonntag (22.02. - 20.15 Uhr) das Porträt „Legenden - Ein Abend für Jaecki Schwarz“. Die Sendung ist auch in der ARD Mediathek abrufbar. Darin blickt der Schauspieler offen und mit Humor auf sein Leben zurück.
So lebt Jaecki Schwarz heute
Privat lebt Schwarz heute zurückgezogen in Berlin. Eigene Kinder hat er nicht. Nach dem Ende seiner 20-jährigen Beziehung mit Hagen Henning wohnt er allein, fühlt sich nach eigenen Aussagen aber nicht einsam. In einem Interview mit dem Magazin Bunte erklärte er, dass er mit seinem Alltag und seiner Arbeit zufrieden sei und nicht ans Aufhören denke. Solange er Texte lernt und auf der Bühne sicher steht, will er weitermachen.
Jaecki Schwarz über Tod, Vorsorge und Älterwerden
Auch über das Älterwerden spricht er in dem Interview ungewöhnlich offen. Er hat längst vorgesorgt mit Testament und Patientenverfügung. Sogar seine letzte Ruhestätte hat er bereits ausgewählt auf dem Dorotheenstädtischer Friedhof in Berlin Mitte. Angst macht ihm vor allem die Vorstellung, pflegebedürftig zu werden.




