Jeder kennt es: Eine Wohnungssuche bereitet immer Kopfschmerzen. Und gerade bei Studierenden kann sie definitiv eine Existenzkrise auslösen: WG oder alleine? Oder lieber Geld sparen und zu Hause wohnen bleiben? Viele Fragen, sehr unterschiedliche Antworten. Eine Analyse zeigt: Brandenburg ist Überflieger bei Wohnheimen, Thüringen bei WGs und Mecklenburg-Vorpommern bei privaten Mietwohnungen.
So wohnen Studierende im Osten
Steigende Mieten und knapper Wohnraum machen die Wohnungssuche für viele Studierende zur Herausforderung. Doch ein Blick in die ostdeutschen Bundesländer zeigt: Die Wohnsituation unterscheidet sich teils deutlich. Während manche besonders häufig im Wohnheim unterkommen, zieht es andere in WGs oder die eigene Wohnung.

Grundlage ist eine Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Dafür wurden in den Wintersemestern 2023/24, 2024/25 und 2025/26 bundesweit mehr als 87.000 Studierende zu ihrer Wohnsituation befragt.
Berliner leben in Mietwohnungen
Trotz hoher Mieten bleibt Berlin vor allem ein Standort für private Mietwohnungen, „Hotel Mama“ und WGs. Wohnheime spielen nur eine kleine Rolle. Die meisten Studis in Berlin wohnen in einer Privatwohnung: ganze 34,2 Prozent. Aber auch fast ein Drittel aller Studis lebt noch bei den Eltern, nur 23,6 Prozent teilen sich eine Wohnung mit Mitbewohnern.
Brandenburg ist Spitzenreiter bei Wohnheimen
In Brandenburg lebt jeder vierte Studierende in einem Wohnheim. Mit einem Anteil von 25,1 Prozent liegt das Bundesland bundesweit auf Platz 1. Gleichzeitig ist Brandenburg Schlusslicht bei WGs.

Thüringen ist das Land der WGs
Wer in Thüringen studiert, lebt besonders häufig mit anderen zusammen. Mit einer WG-Quote von 33,2 Prozent ist das Bundesland bundesweiter Spitzenreiter. Fast jeder dritte Studierende wohnt außerdem in einer privaten Mietwohnung und nur rund jeder Sechste lebt im Wohnheim. Besonders niedrig fällt dagegen der Anteil derjenigen aus, die noch bei den Eltern wohnen. Das sind lediglich 12,5 Prozent.
Mecklenburg-Vorpommern führt bei Mietwohnungen
In Mecklenburg-Vorpommern ist die private Mietwohnung besonders beliebt. Mit 46,7 Prozent erreicht das Bundesland den höchsten Anteil deutschlandweit. Gleichzeitig leben dort 88,3 Prozent der Studierenden direkt am Hochschulstandort. Das ist ebenfalls bundesweiter Spitzenwert.

Auch in Sachsen wohnen die meisten Studierenden in einer privaten Mietwohnung. Der Anteil liegt bei 31,2 Prozent. Dahinter folgen Wohngemeinschaften mit 25,5 Prozent. Mit 22,6 Prozent wohnen außerdem vergleichsweise viele Studierende im Wohnheim. Nur 17,6 Prozent leben noch im Elternhaus und damit deutlich weniger als im Bundesdurchschnitt.
In Sachsen-Anhalt dominiert ebenfalls die private Mietwohnung. 35,6 Prozent der Studierenden leben dort in den eigenen vier Wänden und damit deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt. Nur 11,2 Prozent wohnen noch im Elternhaus. Das ist einer der niedrigsten Werte bundesweit.


