Alt-Wittenau

Wohnen ab 380 kalt: Dieses neue Quartier macht Wohnen für junge Berliner erschwinglich

In Alt-Wittenau entstehen 105 günstige Wohnungen für Studis und Azubis. Mieten ab 380 Euro, Erstbezug im August 2026. Rewe zieht ebenfalls ein.

Author - Stefan Henseke
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Der Innenhof der Anlage wird begrünt, mit Sitzgelegenheiten, Tischtennisplatte und viel Platz zum Durchatmen.
Der Innenhof der Anlage wird begrünt, mit Sitzgelegenheiten, Tischtennisplatte und viel Platz zum Durchatmen.GESOcampus Quartier Alt-Wittenau/Gesobau

In der Roedernallee in Berlin-Wittenau wächst ein Projekt heran, das einigen jungen Berlinern aus der Wohnungsnot helfen wird. Wohnen ab 380 Euro kalt – bezahlbar, modern, gut angebunden. Wo früher der alte Rewe-Markt stand, entsteht bis Sommer 2026 ein komplett neues Quartier, das sich ausschließlich an Studenten und Azubis richtet. 105 Wohnungen – von der Einzimmerwohnung bis zur WG für vier Personen.

Erstbezug im August – Bewerbungen laufen bereits online

Im Juni vor einem Jahr feierte die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Gesobau das Richtfest für das neue Quartier, jetzt befinden sich die Bauarbeiten im Endspurt.

Die Wohnungen werden im Sommer fertig sein, am 16. August ist Erstbezug. Wer einen Wohnberechtigungsschein (WBS 100/140) hat, kann sich schon jetzt online bewerben. Die Mieten sind für Studenten und Azubis bezahlbar: ab rund 380 Euro netto kalt pro Zimmer, dazu eine Pauschale für Strom, Internet und Heizung.

Die Wohnungen sind unterschiedlich groß: vom kompakten Ein-Zimmer-Apartment bis zur WG für bis zu vier Personen. Jede Einheit hat ein eigenes Bad, eine Einbauküche (mit Tischen und Stühlen), dazu Balkon oder Terrasse.

Dazu kommen Gemeinschaftsräume zum Lernen, Gamen und Beisammensein sowie Haushaltsräume zum Wäschewaschen. Der Innenhof wird begrünt, mit Sitzgelegenheiten, Tischtennisplatte und viel Platz zum Durchatmen. Auf dem Dach entsteht eine Photovoltaikanlage.

Drei Stockwerke, direkt an der Roedernallee: So sieht eines der Häuser im GESOcampus in Alt-Wittenau aus.
Drei Stockwerke, direkt an der Roedernallee: So sieht eines der Häuser im GESOcampus in Alt-Wittenau aus.GESOcampus Quartier Alt-Wittenau/Gesobau

Allerdings: Die Nutzung ist zweckgebunden. Nach Ende von Ausbildung oder Studium heißt es ausziehen, damit der Platz wieder frei wird für die nächste Generation.

26 Wohnungen sind schon vergeben, 42 weitere sind gerade in der Vermietung. Das preiswerteste Zimmer (20 Quadratmeter) in einer 3er-WG kostet 450,04 Euro warm. Wer mehr Platz (ein Zimmer mit 36,91 Quadratmeter) bevorzug, zahlt 507,37 Euro warm.

Rewe und Rossmann ziehen ins Erdgeschoss ein

Im Erdgeschoss entstehen fünf Gewerbeflächen, zwei davon sind bereits vergeben: Rewe und Rossmann sollen die Nahversorgung sichern. Die alte Schmiede auf dem Grundstück wurde nicht abgerissen, sondern integriert – ein Stück Alt-Wittenau, das bleibt.

Die Lage ist praktisch: Die Buslinie 120 ist in wenigen Minuten erreichbar, der S- und U-Bahnhof Wittenau (S1, S26, S85 und U8) ebenfalls nicht weit entfernt.

Ein Blick in eine der Musterwohnungen: Das Bett findet Platz in einer Nische, mit großen Fenstern sind die Zimmer alle hell.
Ein Blick in eine der Musterwohnungen: Das Bett findet Platz in einer Nische, mit großen Fenstern sind die Zimmer alle hell.GESOcampus Quartier Alt-Wittenau/Gesobau

Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) betonte beim Richtfest den Symbolcharakter des Projekts. Der Rohbau zeige, dass aus Plänen Wirklichkeit werde. Hier entstehe nicht nur Wohnraum, sondern ein Ort der Begegnung und Gemeinschaft. Kita und Grundschule liegen in unmittelbarer Nähe – die soziale Infrastruktur ist also schon da.

Was sagen Sie zu diesem Thema? Schicken Sie uns eine Mail an leser-bk@berlinerverlag.com