Aufstiegskampf

Brekalo und Reese: Gute und schlechte Nachrichten für Hertha

Hertha BSC träumt dank Fabian Reese und Josip Brekalo vom Aufstieg. Doch während der eine bleibt, droht beim anderen doch der Abschied.

Author - Sebastian Schmitt
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Trainer Stefan Leitl im Gespräch mit Fabian Reese. Ob der Stürmer auch in Zukunft für Hertha BSC spielt, ist plötzlich wieder offen.
Trainer Stefan Leitl im Gespräch mit Fabian Reese. Ob der Stürmer auch in Zukunft für Hertha BSC spielt, ist plötzlich wieder offen.imago/O.Behrendt

Sie lassen die Fans träumen – und gleichzeitig zittern. Josip Brekalo und Fabian Reese treiben Hertha BSC plötzlich Richtung Aufstieg. Doch während der eine wohl bleibt, steht beim anderen schon wieder alles auf der Kippe.

Brekalo bei Hertha BSC vor Vertragsverlängerung

Hertha BSC lebt wieder. Und das vor allem wegen zwei Namen: Josip Brekalo (27) und Fabian Reese (28). Beim wilden 5:2-Sieg in Düsseldorf wirbelte das Duo, traf, legte auf, riss das Spiel an sich. Plötzlich ist sie wieder da, die alte Sehnsucht: Bundesliga. Sieben Spieltage vor Schluss lebt der Traum vom Aufstieg, weil diese beiden liefern.

Doch ob dieses Duo auch in der kommenden Saison gemeinsam für Hertha BSC stürmt, ist völlig offen. Bei Brekalo dürfen alle Blau-Weißen hoffen. Bei Reese müssen die Fans zittern.

Reese lässt Zukunft bei Hertha BSC wieder offen

Der Kroate kam im Winter vom La-Liga-Klub Real Oviedo – und schlug sofort ein. Tempo, Technik, Zug zum Tor. Brekalo ist unter Trainer Stefan Leitl nach kurzem Anlauf gesetzt und steht kurz davor, eine entscheidende Marke zu knacken. Schafft er 50 Prozent der möglichen Startelfeinsätze in der Rückrunde, greift eine Klausel. Demnach verlängert sich Brekalos im Sommer auslaufender Hertha-Vertrag automatisch bis 2027, wenn er noch zweimal von Beginn an spielt. Kurzum: Bleibt Brekalo fit, bleibt er Herthaner.

Keine Frage: Josip Brekalo tut Hertha BSC verdammt gut. Der Flügelflitzer wird wohl auch in der kommenden Saison für die Blau-Weißen spielen.
Keine Frage: Josip Brekalo tut Hertha BSC verdammt gut. Der Flügelflitzer wird wohl auch in der kommenden Saison für die Blau-Weißen spielen.imago/Sebastian Räppold/Matthias Koch

Ganz anders ist die Lage bei Fabian Reese. Der Kapitän ist das Gesicht der Mannschaft, Identifikationsfigur, Unterschiedsspieler. Und doch bleibt ein Rest Unsicherheit. Denn Reese spricht trotz seines Hertha-Bekenntnisses plötzlich wieder vage über seine Zukunft.

Hertha braucht die perfekte Serie für den Aufstieg

Stand heute, auf jeden Fall“, sagte er zuletzt über einen Verbleib – und schob etwas kryptisch hinterher: „Das Leben spielt manchmal anders, als man es sich wünscht.“ Sätze, die einen Abgang offenlassen und vielen Hertha-Fans erneut Angst machen.

Co-Trainer Patrick Ebert schaut auf die Uhr: Wie lange Reese und Brekalo (r.) noch gemeinsam für Hertha BSC spielen, ist offen.
Co-Trainer Patrick Ebert schaut auf die Uhr: Wie lange Reese und Brekalo (r.) noch gemeinsam für Hertha BSC spielen, ist offen.imago/Sebastian Räppold/Matthias Koch

Dabei ist die Reese-Rechnung simpel. Steigt Hertha auf, bleibt der Stürmer. Sein Traum wäre erfüllt: Bundesliga mit seinem Verein. Scheitert der Aufstieg auch im dritten Anlauf, wird es kompliziert. Im Herbst wird Reese 29 Jahre alt. Viel Zeit bleibt nicht mehr für den nächsten Schritt.

Hertha BSC muss bei Dynamo Dresden gewinnen

Die Entscheidung liegt auch bei ihm selbst. Und bei Brekalo. Denn nur wenn das Duo weiter liefert, wenn Hertha eine Serie startet, kann aus Hoffnung Realität werden. Der Spielplan hilft, die Konkurrenz nimmt sich gegenseitig Punkte weg.

Klar ist: Ein Sieg bei Dynamo Dresden (Sonnabend, 20.30 Uhr, Nitro und Sky) ist Pflicht. Danach gibt es keine Ausreden mehr. Jeder Punkt zählt. Jeder Moment kann entscheiden – über Aufstieg und Zukunft. Brekalo könnte bleiben. Reese könnte gehen. Und genau dazwischen entscheidet sich Herthas Schicksal.