Hertha BSC feiert in Düsseldorf ein Offensiv-Feuerwerk – und plötzlich entsteht ein neues Traumduo. Josip Brekalo und Fabian Reese zerlegen Fortuna im Zusammenspiel, treffen, legen auf, treiben das Spiel an. Vieles greift wieder ineinander – und alte Erinnerungen werden wach. Doch eine Frage bleibt hängen: Kommt dieser Aufschwung zu spät oder genau rechtzeitig?
Brekalo blüht bei Hertha im Zentrum auf
Hertha BSC hat wieder ein Gesicht. Und vor allem: wieder eine Idee. Beim 5:2 in Düsseldorf tritt plötzlich das auf, was den Berlinern lange gefehlt hat – Tempo, Mut, Klarheit im letzten Drittel. Mittendrin: Fabian Reese (28) und Josip Brekalo (27).
Es sind diese Verbindungen auf dem Platz, die Spiele entscheiden. Reese fordert, treibt, geht voran und erzielt einen Doppelpack. Brekalo denkt mit, findet Räume, beschleunigt das Spiel und bereitet zwei Tore vor. Gemeinsam bringen sie eine Offensive ins Rollen, die zuletzt oft stockte. Brekalo steht nach sieben Hertha-Spielen bei drei Toren und zwei Assists. Ein Einstand, der sitzt.

Reese erklärt: „Wir hatten einen sehr guten Matchplan und wollten vor allem die offensiven Eins-gegen-eins-Duelle gewinnen. Der Trainer hat uns gesagt: Wenn wir es nicht schaffen, zu null zu spielen, müssen wir vorn mehr Tore schießen.“
Bei Hertha werden Erinnerungen an Tabakovic wach
Auffällig ist vor allem Brekalos Rolle. Weil Michael Cuisance wegen einer Gelbsperre in Düsseldorf fehlt, rückt der Tempodribbler ins Zentrum – und wirkt dort wie befreit. Er lenkt, verteilt, schaltet schnell um. Kein Zufall, dass Reese davon profitiert. Der Flügelspieler tritt plötzlich wieder wie der Unterschiedsspieler auf, der Spiele allein entscheiden kann.

Viele Fans fühlen sich erinnert. An die Zeit, als Reese mit Haris Tabakovic die Liga auseinandernahm. 51 Scorerpunkte – eine Zahl, die bis heute nachhallt. In der Saison 2023/24 funktionierte alles fast automatisch. Jetzt deutet sich an: Dieses Gefühl könnte zurückkehren.
Hertha-Hoffnung im Aufstiegskampf
Und genau hier beginnt das Gedankenspiel. Was wäre gewesen, wenn Winter-Zugang Brekalo schon im Sommer verpflichtet worden wäre? Hätte Hertha früher Stabilität gefunden? Wäre der Rückstand auf die Aufstiegsplätze kleiner? Fragen, die sich nicht mehr beantworten lassen – aber sie zeigen, welches Potenzial in diesem Duo steckt.




