Da geht noch was

Hertha auf Bundesliga-Kurs: Restprogramm wird zum Aufstiegs-Joker

Hoffnung für Hertha BSC: Leichtes Restprogramm, starke Form und schwächelnde Konkurrenz machen die Bundesliga-Rückkehr möglich.

Author - Sebastian Schmitt
Teilen
Hertha jubelt über den Sieg in Düsseldorf – und dank des Restprogramms schon bald über den Aufstieg in die Bundesliga?
Hertha jubelt über den Sieg in Düsseldorf – und dank des Restprogramms schon bald über den Aufstieg in die Bundesliga?imago/Orhan Habash

Sieben Punkte Rückstand, nur noch sieben Spiele – eigentlich spricht wenig für Hertha BSC im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga. Und doch wächst in Berlin plötzlich wieder Hoffnung. Der Grund: Ein Spielplan, der kaum günstiger sein könnte – und eine Mannschaft, die plötzlich liefert. Dreht Hertha jetzt auf, könnte aus einem verlorenen Rennen doch noch ein echtes Fußball-Wunder werden.

Reese entfacht neue Aufstiegshoffnung

Hertha BSC lebt. Das 5:2 in Düsseldorf war kein normaler Sieg – es war ein Signal im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga. Plötzlich scheint das große Ziel, die Rückkehr in die Bundesliga nach dem Abstieg 2023, doch noch möglich.

Dabei ist die Ausgangslage brutal: sieben Punkte auf Rang drei, acht auf Platz zwei. Sieben Spieltage vor Schluss bleibt nicht mehr viel Zeit. Aber genug, wenn alles passt.

Brekalo bringt Struktur ins Hertha-Spiel

Fakt ist: Der Glaube ist bei Hertha zurück – auch wegen zweier Namen: Fabian Reese und Josip Brekalo. Sie wirbeln, sie treiben, sie reißen das Team mit. Hertha wirkt plötzlich wach, gefährlich, entschlossen.

Stürmer David Kownacki ist endlich gesund und peilt mit Hertha BSC sieben Siege in Serie für den Aufstieg an.
Stürmer David Kownacki ist endlich gesund und peilt mit Hertha BSC sieben Siege in Serie für den Aufstieg an.imago/Laci Perenyi

Kapitän Reese machte alle vor dem Spiel in Düsseldorf mit einer Erinnerung heiß: „Es waren meine Kabinenworte vor dem Spiel, dass wir vor einem halben Jahr mit dem Spiel gegen Düsseldorf unsere Serie von fünf Siegen gestartet hatten.“

Hertha-Stürmer Kownacki fordert perfekte Serie

Stürmer David Kownacki, der endlich richtig fit ist, geht noch weiter: „Ich fühle es. Das ist meine Zeit. Ich will alle Spiele gewinnen und 21 Punkte aus den letzten sieben Spielen.“

Cheftrainer Stefan Leitl und Sportdirektor Benjamin Weber haben mit Hertha BSC noch die Chance aufzusteigen.
Cheftrainer Stefan Leitl und Sportdirektor Benjamin Weber haben mit Hertha BSC noch die Chance aufzusteigen.imago/nordphoto GmbH / Engler

Der Aufstiegsendspurt für Hertha beginnt in Dresden. Ostersamstag, Flutlicht, Druck. Danach folgen Lautern, Braunschweig, Kiel. Zum Schluss warten Magdeburg, Fürth und Bielefeld – alles Gegner, die hinter Hertha stehen. Genau das ist der blau-weiße Trumpf: kein Topduell mehr, kein direkter Konkurrent. Ein Restprogramm, das schreit: Da geht noch was!

Restprogramm spricht klar für Hertha

Dazu kommt: Während Hertha vermeintlich freie Bahn hat, wird es für die Konkurrenz eng. Schalke muss nach Elversberg und Paderborn. Elversberg spielt gegen Schalke, Darmstadt und Paderborn. Paderborn reist nach Schalke, Elversberg und Darmstadt.

Darmstadt trifft auf Hannover und Elversberg, muss am Ende nach Paderborn. Hannover selbst kämpft gegen Elversberg, Darmstadt und Paderborn.

Konkurrenz nimmt sich gegenseitig Punkte

Kurz gesagt: Jeder gegen jeden. Jeder nimmt jedem Punkte weg.

Klar ist aber auch: Hertha muss liefern. Jeder Ausrutscher beendet den Traum. Doch wenn die Blau-Weißen ihre Hausaufgaben machen, öffnet sich plötzlich die Tür zur Bundesliga doch noch.