Er war der letzte Stürmer bei Hertha BSC, der regelmäßig traf. Haris „Fluppe“ Tabakovic (31) wurde mit 22 Treffern in der Saison 2023/24 Torschützenkönig der Zweiten Liga. Dann wechselte der Schweiz-Bosnier in die Bundesliga. Anderthalb Jahre später gibt es einen heißen Poker um Fluppe.
Tabakovic: In Hoffenheim Flop, in Gladbach Top
Hertha BSC verkaufte Tabakovic im Sommer 2024 für rund 4 Millionen Euro an die TSG Hoffenheim. Das war für den Stürmer und auch für Hertha ein dickes Geschäft. Der Verein bekam Geld in die Kasse und Tabakovic in seiner Karriere noch einmal einen dicken Vertrag bis 2027.
Doch im Kraichgau lief es nicht so gut für den bosnischen Nationalspieler. Nur Joker, nur vier Tore. Die TSG hatte dann keine Verwendung mehr für Tabakovic und lieh ihn im Sommer 2025 an Borussia Mönchengladbach bis zum Saisonende aus. Viele rechneten damit, dass Fluppe im Oberhaus nicht so richtig glimmen kann. Irrtum!

Seine Rolle war bei den Fohlen klar definiert. Er sollte den am Knie verletzten Nationalspieler Tim Kleindienst zum Saisonstart vertreten, doch Kleindienst musste dann im Dezember 2025 operiert werden. Tabakovic ist seitdem Stürmer Nummer 1 in Gladbach und trifft wieder wie bei Hertha – 13 Tore in 25 Spielen.
Tabakovic will in Gladbach bleiben
Jetzt wollen die Fohlen den Ex-Herthaner behalten. Auch Fluppe würde gern am Niederrhein bleiben: „Ich und meine Familie fühlen uns hier wohl.“ Das Problem: Gladbach hatte bei dem Deal mit Hoffenheim keine Kaufoption ausgehandelt. Der Poker hat hinter den Kulissen begonnen. Die TSG will am liebsten wieder 4 Millionen Euro kassieren. Doch so viel Geld hat Gladbach momentan nicht und muss dazu erst mal den Klassenerhalt schaffen.
Gladbachs Sportchef Rouven Schröder lobt Tabakovic und will ihn unbedingt fest verpflichten: „Er ist ein unglaublicher Teamspieler, ein harter Arbeiter. Er wird oft unterschätzt, weil es bei ihm aufgrund seiner Größe nicht so filigran aussieht. Aber er gibt uns eine gewisse Stabilität, auch in der Defensive. Und er war einer der Ersten, die in unserer ruhigen Mannschaft das Wort ergriffen und die anderen Jungs angesteckt haben – dafür wird er jetzt mit Toren belohnt.“


