Herthas Kapitän Fabian Reese (28) ist Sonnabend (20.30 Uhr) beim Heimspiel gegen den VfL Bochum zum Zuschauen verdammt. Er muss wegen seiner Gelbsperre auf der Tribüne des Olympiastadions hocken. Doch Reese sendet vorher ein ganz wichtiges Signal, wahrscheinlich wichtiger als jedes Tor von ihm. Er bleibt trotz des verpassten Aufstiegs bei Hertha BSC.
Reese: „Aufstieg? Wir sollten nicht so viel darüber reden!“
Im Interview bei Skysport wischte Reese sämtliche Spekulationen über seinen möglichen Abgang im Sommer weg. „Was kann ich als Kapitän zum Aufstieg sagen: So schnell wie möglich? Das sagen wir jetzt seit drei Jahren. Das hat auch nicht funktioniert. Von daher sollten wir vielleicht nicht so viel darüber reden. Einfach gute Arbeit leisten und dann darüber reden, wenn es realistisch ist“, erklärt der Spielführer die jetzige Situation – drei Wochen nach dem Aufstiegs-Aus durch das blamable 2:5 in Paderborn.
Dann redet er über die Zukunft: „Wenn ich eines gelernt habe, dass die Pläne, die man sich macht, toll sind und man sich in die verlieben kann. Und dann meistens das Leben ganz anders spielt.“

Reese-Bekenntnis zum richtigen Zeitpunkt
Und danach kommen die entscheidenden Sätze: „Ich möchte eine Familie gründen. Ich möchte Bundesliga spielen. Ich habe einen sehr langen Vertrag und Hertha ist mein Verein.“ Ein klareres Bekenntnis zum richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Reese geht nicht. Es ist Mitte März und der Kapitän eiert überhaupt nicht herum. In den vergangenen beiden Saisons gab es immer wieder Lockangebote von anderen Klubs. Reeses Zukunft war lange ungewiss, aber er blieb trotzdem. Zuletzt verlängerte der Flügelstürmer im April 2025 seinen Vertrag bis 2030.
Er will sich mit Hertha den Aufstiegstraum erfüllen. Die Sätze haben natürlich auch innerhalb der Mannschaft ihre Wirkung. Einigen Profis wie Linus Gechter, Tjark, Ernst, Marton Dardai oder Pascal Klemens liegen Angebote von anderen Klubs vor. Reese setzt jetzt seine Botschaft, damit das Team nicht auseinanderfällt.



