Saisonendspurt und jetzt ist plötzlich Talent Bobo Lum (18) im Fokus bei Hertha BSC. Dem jungen defensiven Mittelfeldspieler winkt Sonnabend (20.30 Uhr) gegen den VfL Bochum endlich die Startelf. Der Junge hat so lange dafür gekämpft.
Lum glänzte in Münster als Joker
Sein Pech im Sommer 2025 war, dass Superjuwel Kennet Eichhorn (16) bei Trainer Stefan Leitl den Vorzug auf der Sechser-Position bekam. Bobo Lum (sein richtiger Vorname ist Boris Mamuzah) spielte erst mal nur in der U23. Nachdem Eichhorn beim 0:0 gegen Schalke im Januar kaputtgetreten wurde, ist Lum zu den Profis endgültig zurückgekehrt.

Beim 2:1 in Münster bereitete er als Joker mit starker Balleroberung den Siegtreffer von Marten Winkler vor und hat gezeigt, was in ihm steckt. Diesmal könnte er von Beginn an spielen. Denn hinter dem gerade aktuellen Sechser Kevin Sessa steht ein großes Fragezeichen. Er hatte sich in Münster verletzt.
Leitl: „Bei Kevin werden wir sehen, ob es reicht. Falls das nicht der Fall ist, wird Bobo starten.“ Es könnte schon der Vorgeschmack auf die Zukunft werden. Denn noch ist nicht klar, ob der verletzte Eichhorn bleibt oder doch schon im Sommer zu einem Topklub wechselt. Der FC Bayern ist hartnäckig an Europas bestem Spieler des Jahrgangs 2009 dran. Geht Eichhorn, wird Lum sein Nachfolger.

Leitl: „Bobo Lum ist durch die Tür gegangen“
Trainer Leitl hält wenigstens viel von dem Deutsch-Kameruner: „Alle Spieler in der Akademie haben die Chance bekommen, sich im Profiteam zu zeigen. Und dann muss man mal durch Türen durchgehen. Durch diese Tür ist Bobo gegangen. Dementsprechend bin ich sehr froh und hoffe, dass er die nächsten Schritte dann gehen kann, um weiter zu zeigen, dass er ein großes Talent ist.“


